Festival in Poyenberg : Tausende Folk-Fans feiern

Für Mega-Stimmung unter den Fans sorgen die Red Hot Chilli Pipers aus Glasgow auf der Poyenberger Bühne.
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Für Mega-Stimmung unter den Fans sorgen die Red Hot Chilli Pipers aus Glasgow auf der Poyenberger Bühne.

Das stimmungsvolle Poyenberger Open-Air-Festival wird in lauer Sommernacht einmal mehr zu einem Riesenerfolg.

shz.de von
11. Juni 2018, 09:51 Uhr

Das 18. Poyenberg Irish-Folk-Open-Air ist gelaufen und war wieder ein Riesenerfolg: Tausende gut gelaunte Menschen, die in einer lauen Sommernacht begeistert irisch-gestylten Klängen lauschen, sich unterhalten und einfach feiern.

„Die Musik war einfach toll, Getränke und Speisen der verschiedenen Nationen, das hat unheimlich viel Spaß gemacht“, sagte Jutta Gude. Die Wilsteranerin war zum ersten Mal auf dem Festival und begeistert von dem „arbeitenden Personal“ an den Länderständen.

Die Highland-Band Tides Lines begrüßte die frühen Besucher und verkürzte der Warteschlange vor dem Festivalgelände die Zeit. Der Auftritt der Band Coast ließ die Konzertbesucher sofort zu dem modernen Celtic-Rock mittanzen. Das erste große Highlight waren dann die Red Hot Chilli Pipers, die nicht nur mit Coversongs von Coldplay, Deep Purple, Snow Patrol oder Queen das Publikum mitrissen, sondern auch mit ihren Tanzeinlagen, die die Schottenröcke schwingen ließen. Mit den Worten „wir wissen nicht, was unser Kollege singt, aber ihr“, sagte Kevin Macdonald Sänger Malcolm MacEwan an. Während die Dudelsäcke die Melodie vorgaben, sang MacEwan auf Deutsch den Bourani-Hit „Auf uns“ und brachte damit die Menge zum Mitsingen.

Dagegen war der Auftritt der Gruppe „Schandmaul“ mit ihren Folk- und Mittelalter-Rockballaden fast schon ruhig. Textsicher zeigten sich die Zuhörer nicht nur bei dem Song „Narrenkönig“, sondern auch bei dem neuen Titel „Leuchtfeuer“. Mit eindringlichem Blick hielt Schandmaul-Frontmann Thomas Lindner seine Fangemeinde im Bann. Die Schlussacts bildeten The O’Reillys and the Paddyhats mit Irish-Folk-Punk und The Whistlin Donkeys, die mit typischen Jiggs und Reels das Festival ausklingen ließen.

Jedes Jahr nehmen die örtlichen Vereine eine Nation an und präsentieren in ihrer Bude zum Beispiel Brasilien mit Caipirinha, Mexiko mit Tequila oder Dänemark mit Hot Dogs. Ein Stand war in diesem Jahr allerdings original besetzt. „Irish Toggenburg grüßt Poyenberg“ verkündete das Schild über der Tür, hinter der waschechte Schweizer Käse und Geschichten bereithielten. „Der Bullyclub und die Toggenburger sind seit Jahren befreundet, in der Schweiz findet jährlich ein ähnliches Folk-Festival statt, und wir besuchen uns gegenseitig“, erklärte Stefan Jürgensen, Organisator des Poyenberg-Open-Air. „Uns gefallen hier die Landschaft und die Leute. Wir waren schon beim Bürgermeister“, berichteten die Schweizer Gäste vergnügt.

Viele Gruppen kommen jedes Jahr wieder, treffen sich mit Leuten, die sie eben nur in Poyenberg treffen, und so ist mittlerweile fast eine große Familie entstanden. Überall winkt und trinkt man sich zu. Seit 2005 verwandeln sich die Jagdhornbläser aus Poyenberg zu Galliern. Während Asterix in der Schänke Wildbratwurst anbietet, zapft Obelix auf dem Gelände direkt aus dem Wildschwein seinen Zaubertrank. Die Gallier gehören dazu, wie auch der Länderstand Peru, das seit zwei Jahren von der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln präsentiert wird. Kartoffelschnaps in allen Farben und Kartoffel-Snacks in verschiedenen Variationen waren dort der Renner.

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