Tango Argentino unter freiem Himmel – Tanzvergnügen am Hafenkopf

Der Glückstädter Hafen diente den Tänzern als Kulisse.
Der Glückstädter Hafen diente den Tänzern als Kulisse.

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09. Juni 2014, 15:07 Uhr

Tango Argentino unter norddeutscher Sommersonne: Bei Temperaturen, die auch am frühen Abend noch an der 30-Grad-Grenze kratzten, wollten sich viele Glückstädter dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Eingeladen hatten „Tangonido“ zur „Tango Argentino Sommer Tanznacht“ am Glückstädter Hafen.

Die mobile Tanzschule aus Elmshorn tourt von Hamburg bis Husum durch durch den Norden. In vielen Orten bieten die beiden Tanzlehrer Nina und Dobri Gjurkov Tanzunterricht und Workshops an. Auch in Glückstadt treffen sich einmal wöchentlich Tangobegeisterte zum gemeinsamen Tanzen.

„Beim Tango Argentino darf man keine großen Showfiguren oder steifen Tanzhaltungen erwarten“, erklärt Nina Dobri diese ganz ursprüngliche Art des Tangos. Vielmehr führt der Mann seine Partnerin in spontanen Tanzschritten durch den Tanzraum. Dabei ist er bemüht, den zur Verfügung stehenden Platz optimal zu nutzen, ohne dabei anderen Paaren zu nahe zu kommen.

„Diese besondere Art des Tangos zielt vor allem auf die Körperlichkeit ab. Tango Argentino ist nicht anstrengend, er fördert vielmehr das Körpergefühl, entlastet Rücken und Gelenke und hilft, Entspannung zu lernen“, so Nina Dobri. Tatsächlich, als die ersten Paare auf die mit Hafer bestreute Tanzfläche am Hafenkopf kommen, sieht das zunächst gar nicht so aus, wie man sich einen Tango vorstellt. Langsam, fast liebevoll schieben sich die Paar über die Tanzfläche. Langsame Drehungen und Richtungswechsel sorgen für genug Freiraum. Alles sieht ganz leicht und entspann aus und dabei ganz harmonisch.

Die Menschen, die sich mittlerweile als Zuschauer eingefunden haben, applaudieren den Tänzern. Mit jedem Titel finden sich mehr Tanzpaare jeden Alters ein. „Tango Argentino ist für Jugendliche genauso geeignet wie für Senioren, als Prävention für Rückenprobleme genauso wie für Gelenk- oder Rückenerkrankte. Solange ich entspannt gehen und stehen kann, kann ich auch Tango tanzen“, begeistert sich die Tanzlehrerin.

Und wirklich, das älteste Paar auf der Tanzfläche ist bereits über 70 Jahre alt. Ingeborg Harbeck und Erik Segnitz sind begeisterte Tangotänzer. Gemeinsam mit den jüngeren Paaren tanzen sie am Glückstädter Hafenkopf. Der auf die Tanzfläche gestreute Hafer soll übrigens dafür sorgen, dass die Drehungen fließender sind, die Schuhe besser über den Boden gleiten. „Beim Tangotanzen trainiere ich immer wieder Gleichgewicht, Koordination und Beweglichkeit“, ist sich Ingeborg Harbeck sicher, die sich kaum einen Tanz entgehen lässt. Auch in der Woche tanzt sie mehrere Stunden lang und besucht zudem gern die Tanzveranstaltungen von Tangonido.

In Glückstadt sind noch zwei weitere Tanzabende am Hafen geplant am 12. Juli sowie am 23. August jeweils ab 18 Uhr. Auch wer Interesse hat, am regelmäßigen Unterricht in Glückstadt teilzunehmen ist herzlich eingeladen, jeweils donnerstags von 20.15 bis 21.45 im Gemeindehaus am Kirchplatz.

>Nähere Infos gibt es auch im Internet unter www.tangonido.eu

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