Entwässerung : Tag der offenen Tür: Schöpfwerk kann besichtigt werden

Beherbegen  insgesamt  drei Pumpen, die je 6000 Liter Wasser aus der Braake in die Elbe ableiten: der Neubau (li.) und das alte Schöpfwerk.
Beherbegen insgesamt drei Pumpen, die je 6000 Liter Wasser aus der Braake in die Elbe ableiten: der Neubau (li.) und das alte Schöpfwerk.

Die Braake in Brunsbüttel ist für die Stadtentwässerung unverzichtbar. Um das Wasser bei Bedarf schnell in die Elbe transportieren zu können, wurde das Schöpfwerk am Alten Hafen modernisiert.

shz.de von
16. Oktober 2013, 05:00 Uhr

Gigantische Pumpen, hochmoderne Schalttechnik und jede Menge Informationen über Wasserwirtschaft und Deichbau – das wird den Besuchern des Schöpfwerkes Brunsbüttel-Nord am Dienstag, 22. Oktober, von 14 bis 17 Uhr geboten. Der Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen lädt zu einem Tag der offenen Tür ins Schöpfwerk ein. Um Besucher nicht zu gefährden, ist die Straße Unter dem Deiche an diesem Nachmittag für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Von 2010 bis 2013 sind zwei neue Pumpen im Altbau direkt am Deich installiert worden. Darüber hinaus beherbergt ein neu errichtetes Gebäude auf der anderen Straßenseite eine weitere Pumpe. Neben einer Ausweitung der Kapazität konnte auch die Ausfallsicherheit gesteigert werden. Insgesamt ist eine Lebensdauer der gesamten neu gebauten bezie-hungsweise modernisierten Anlage für etwa 50 Jahre geplant.

Alle drei Pumpen können jeweils 6000 Liter Wasser pro Sekunde von der Braake in die Nordsee ableiten. Ein herkömmlicher Tankwagen könnte demnach binnen weniger Sekunden allein von einer der Pumpen problemlos gefüllt werden. Die Druckrohre durch den Deich haben jeweils einen Durchmesser von 1,80 Meter. Und die etwa zehn Tonnen schweren Motoren weisen die beachtliche Leistung von 600 Kilowatt auf.

Alle Arbeiten am Schöpfwerk wurden mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meerschutz Schleswig-Holstein (LKN) koordiniert, der zur gleichen Zeit den Landes-schutzdeich im Bereich Brunsbüttel Altenhafen verstärken ließ. Beim Tag der offenen Tür in den Gebäuden des Schöpfwerkes können Besucher nicht nur einen Blick auf die Anlagen werfen, sondern sich auch vor Ort von den Experten über die Entwässerung und die Deichbaumaßnahmen informieren lassen.

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