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Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf : Synode unterstützt sechs Kirchen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

1,5 Millionen Euro sollen auf Kirchengemeinden und Kirchenkreis verteilt werden - das beschloss die Synode die an diese Wochenende in Borsfleth tagte.

Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf hat die Geschäftsjahre 2013 und 2014 mit einen Gesamtüberschuss von über 2,1 Millionen Euro abgeschlossen. Davon, so beschloss die Synode des Kirchenkreises auf ihrer 20. Tagung am Sonnabend auf dem Hof Beermann in Borsfleth, sollen knapp 670  000 Euro in die Ausgleichsrücklage übergeführt werden. 1,5 Millionen Euro werden auf Kirchengemeinden und Kirchenkreis verteilt. Davon sollen 51 Prozent für den Kirchengemeinde- und 49 Prozent für den Kirchenkreisanteil angerechnet werden. Hinsichtlich des Kirchengemeindeanteils errechnet sich bei 100    605 Gemeindegliedern eine Ausschüttung von rund 7,60 Euro je Gemeindeglied.

Die positive Entwicklung macht sich auch in den geänderten Richtlinien für Bauunterhaltung von Kirchengebäuden bemerkbar. Danach sollen Baumaßnahmen an sechs ausgewählten Kirchen bevorzugt berücksichtigt werden. Für diese sechs Kirchen bildet der Kirchenkreis eine Substanzerhaltungsrücklage. Daraus werden auch die geforderten Eigenanteile der jeweiligen Gemeinden in Höhe von 50 Prozent vom Kirchenkreis getragen.Im Gegenzug müssen diese Gemeinden mindestens 5,5 Prozent ihrer jährlichen Schlüsselzuweisungen entweder an die Substanzerhaltungsrücklage überweisen oder aber in eigene Maßnahmen investieren. Zu den ausgewählten Kirchen gehören die St.-Bartholomäus-Kirche in Wilster, die St.-Cyriakus-Kirche in Kellinghusen, die St.-Laurentii-Kirche in Itzehoe, die Stadtkirche in Glückstadt, die St.-Nikolai-Kirche in Elmshorn und die Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt.

In der Diskussion über die Jahresabschlüsse brachte Pastor Ralf Greßmann sein Unbehagen „über die mangelnde Transparenz durch die Umstellung auf die Doppik“ zum Ausdruck. Dennoch wurde der Verwaltung ein großer Dank für die Bewältigung der umfangreichen Arbeit bei der Umstellung der Haushaltsführung ausgesprochen. Beide Jahresabschlüsse wurden von der Synode mehrheitlich abgesegnet und der Verwaltung Entlastung erteilt.

Entgegen dem Beschlussvorschlag von Kirchenkreisrat und Finanzausschuss wünschte Pastor Greßmann neben der Zuführung zur Ausgleichsrücklage auch die Stärkung einer Rücklage für Gemeinschaftsaufgaben innerhalb des Kirchenkreises. Dagegen unterstützte Caya Beth, Vorsitzende des Finanzausschusses, die Konzentration auf die Ausgleichsrücklage als eine Sicherung für den Fall, dass sich die Einnahmesituation verschlechtern sollte.

Der Synodale Martin Sommer bat um Mittel für energetische Maßnahmen an Pastoraten und Gemeindehäusern. Präsidiumsmitglied Simone Holm kündigte an, dieses Thema für die Herbstsitzung der Synode im November auf die Tagesordnung zu setzen.

Die Tagung der Synode, zu der 63 von 88 Synodalen erschienen waren, war mit einer Andacht eröffnet worden. Präses Günter Szameitpreiks hieß als Gäste besonders Pastor. Thomas Schaack als Vertreter des Landeskirchenamtes sowie den Borsflether Bürgermeister Peter Mohr willkommen. Dieser nutzte die Gelegenheit, seine Gemeinde und Kirchengemeinde vorzustellen.

Zustimmung erteilte die Synode für religionspädagogische Qualifizierungsmaßnahmen der in den Kitas des Kirchenkreises beschäftigten Fachkräfte. Hier sollen in den Kindergarten-Jahren 2017/18 und 2018/19 pro Jahr zwei Fortbildungsblöcke mit jeweils 16 pädagogischen Fachkräften belegt werden. Die Synode stellte dafür pro Durchgang 12  000 Euro Rücklagenmittel (75 Prozent) zur Verfügung. Die restlichen 25 Prozent der Kosten sowie die Kosten für den Einsatz von Vertretungskräften während der Fortbildung müssen aus dem Wirtschaftsplan der jeweiligen Kita bereitgestellt werden.

Eine fast einmütige Zustimmung gab es für zwei Pfarrstellenänderungen. So wird die Pfarrstelle Kollmar-Neuendorf von derzeit 75 Prozent auf eine volle Stelle ab 1. September dieses Jahres aufgestockt. Beschlossen wurde außerdem eine Änderung der fünften Pfarrstelle in Barmstedt von 50 auf 100 Prozent ab Dezember dieses Jahres für die nächsten 37 Monate. Im Gegenzug wird die vierte Pfarrstelle ab Jahresbeginn 2020 von 100 auf 50 Prozent zurückgefahren.

Zündstoff enthielt der Tagesordnungspunkt einer Stellenplan-Änderung in der Geschäftsführung „Leitende Organe“. Während im Vorwege Stimmen laut geworden waren, nach denen sich der Kirchenkreisrat über eine Entscheidung der Synode zur Befristung der bisherigen Stelle bis Ende 2015 hinweggesetzt habe, unterstrich Propst Thomas Bergemann: „Wir bewegen uns zum jetzigen Zeitpunkt im Rahmen dessen, was wir als Synode beschlossen haben.“

So hat der Kirchenkreisrat die Planstelle von Sven Vierenklee mit Alexandra Magens neu besetzt, die aber nur noch mit 24 statt bisher 30 Stunden eingesetzt wird. Ihre Planstelle wurde von der Synode entsprechend von 1,0 auf 0,7 reduziert. Der Propst lobte sie als „eine tatkräftige, innovative und kommunikative Persönlichkeit“, die umfangreiches Fachwissen mitgebracht habe. Die erforderlichen Finanzmittel sind haushaltsrechtlich auch über 2016 hinaus ausreichend vorhanden, versprach Bergemann.

Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, versicherte die 40-Jährige bei ihrer persönlichen Vorstellung. Über ihre Beschäftigung in der Geschäftsführung „Leitende Organe“ wurde geheim abgestimmt. Bei 55 abgegebenen Stimmen gab es mit 42 Ja-Stimmen eine deutliche Mehrheit. Zehn stimmten mit Nein bei drei Enthaltungen.

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