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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 04:21 Uhr

Bildung : Superstart mit gymnasialer Oberstufe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von Stolperstart kann keine Rede sein: Die Gemeinschaftsschule Kellinghusen befindet sich mit vielfältigen Angebot und qualifizierten Abi auf Erfolgskurs.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 17:04 Uhr

„Stolperstart“ für die gymnasiale Oberstufe an der örtlichen Gemeinschaftsschule (GmS)? „Stimmt nicht“, sagt Schulleiter Gerd Christian Thielmann. Auf die Einrichtung in der Störstadt treffe die Überschrift des Artikels, der jüngst in unserer Zeitung erschien, nicht zu. Im Gegenteil: Die Schule habe mit der Einführung der gymnasialen Oberstufe in 2013 einen Superstart hingelegt. „Im ersten Jahr hatten wir 40 Schüler, im aktuellen zweiten 61“, freut sich Thielmann über den steigenden Zustrom von Pennälern. Nach Meinung des Schulleiters zeichnet sich damit schon jetzt ab, dass sich die gymnasiale Oberstufe etablieren wird.

Entsprechend überrascht und verärgert war er über die Berichterstattung. „Nur wenig Interesse an neuen Oberstufen“ titelt der betreffende Artikel. Kritisch hinterfragt werden darin die Schülerzahlen von insgesamt zwölf Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe. Darunter auch die GmS in Kellinghusen – obwohl eigentlich erst nach Ablauf von drei Jahren Bilanz gezogen werden soll. Auf Nachfrage beim Verfasser erfuhr Thielmann, dass die dürftigen Informationen aus dem Bildungsministerium stammen. „Dort wurde mir gesagt, dass nur eine sachliche Darstellung erfolgen dürfe“, so Thielmann. Für die Schule und den Schulverband seien die dürren, wenig aussagekräftigen Zahlen jedoch sehr unglücklich. „Sie liefern ein schiefes Bild“, so Thielmann.

Über Jahrzehnte war in Kellinghusen für die Möglichkeit der Hochschulreife gekämpft worden. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule erhielt die alte Idee zwar neuen Schwung, doch das gewünschte Abitur ließ auf sich warten. Groß war die Freude daher, als das Bildungsministerium 2013 endlich grünes Licht gab. Seither können Schüler an der GmS nach 13 Schuljahren die Hochschulreife ablegen. Unterrichtet werden sie von 13 Gymnasiallehrern. Damit ist das Soll fast erfüllt, nur eine Planstelle für das Fach Chemie ist noch nicht besetzt. Von den derzeit 61 Oberstufenschülern, die unter drei Profilen – Sport, Natur- und Gesellschaftswissenschaften – wählen können, sind 44 „Eigengewächse“, weitere kommen aus anderen Schulen der Region wie etwa aus Elmshorn, Itzehoe, Bad Bramstedt und Hohenlockstedt. Dass 68 Prozent der Gemeinschaftsschüler den Übergang von den zehnten in die elften Klassen auch ohne Gymnasialempfehlung schafften, belege die GmS-„Sogwirkung“ nach oben. Mit frisch eingeschulten 116 Fünftklässlern zeige sich diese Wirkung auch von unten. „Die Schule mit ihrem vielfältigen Angebot und dem qualifizierten Abi befindet sich auf Erfolgskurs“, unterstreicht Thielmann. Großen Anteil daran hätten auch die 15 Bürgermeister des Schulverbands. „Das Gremium hat alles daran gesetzt, gute räumliche und sächliche Voraussetzungen für die Schularbeit bereit zu stellen.“ Mit dem Schulleiter einer Meinung ist auch stellvertretende Verbandsvorsteher Heiner Rickers. Der Oeschebüttler Bürgermeister und CDU-Landtagsabgeordnete stand dem Schulverband in der heiß diskutierten Umwandlungsphase zur GmS vor und erlebte auch die Abi-Bemühungen hautnah mit. „Damals wie heute stehe ich hinter der Schule“, erklärte Rickers gegenüber unserer Zeitung.

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