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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 20:37 Uhr

Städtebau : Suche nach Kreishaus-Ideen beginnt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Wettbewerb soll städtebauliche Lösung für das Verwaltungsquartier bringen. Um die Gestaltung geht es in der zweiten Stufe.

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 15:00 Uhr

Die Entscheidung fiel hinter verschlossenen Türen, und sie ist ein Schritt vorwärts bei der Planung des neuen Kreishauses. Nach einem Beschluss des Kreistags wird ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt. Dieser betrifft das gesamte Quartier zwischen Viktoria-, Post-, Karl- und Bahnhofstraße – und damit der Kreis handeln kann, stimmte der Kreistag dem Kauf zweier Grundstücke im Bereich Poststraße und Karlstraße zu.

In der zweiten Märzwoche sollen die Bedingungen für den Wettbewerb veröffentlicht werden. Im Mai soll nach den Worten von Kreisdezernent Friedrich-Wilhelm Stork das Preisgericht entscheiden. Doch es geht in dieser ersten Stufe „ausdrücklich nicht um die anspruchsvolle gestalterische Aufgabe, eine angemessene und ortsbildprägende Fassade zu entwickeln“, so Kreissprecherin Britta Glatki.

Dies wird erst Thema in einer zweiten Stufe des Wettbewerbs. Das Preisgericht tagt dazu nach bisherigem Stand Anfang September, doch auch dieses Verfahren läuft im März an und wird parallel betrieben. Der ganze Prozess erfordere ohnehin viel Zeit und Arbeit, erklärt Stork die Überschneidung. „Wo wir aufs Tempo drücken können, wollen wir aufs Tempo drücken.“

Das gesamte Thema solle grundlegender als beim ersten Mal angegangen werden, sagt der Kreisdezernent. Bei diesem ersten Mal hatte die Fassade des Baus, der an der Ecke Bahnhofstraße/Viktoriastraße entstehen sollte, einen Sturm der Entrüstung und schließlich einen erfolgreichen Bürgerentscheid ausgelöst. Im Sommer 2015 hatte der Kreistag beschlossen, dass das neue Kreishaus im Quartier an der Viktoriastraße entsteht und das frühere Bahnhofshotel sowie das Bollhardtsche Gebäude nicht saniert werden. Der Bürgerentscheid zu den Fassaden dieser Häuser ist noch bis Juli dieses Jahres bindend.

Der Platz im Quartier ist begrenzt, deshalb soll der städtebauliche Wettbewerb laut Stork zunächst eine Frage klären: „Wo siedelt man welche Gebäude an?“ Die „Bauklötze“ müssen ebenso platziert werden wie Frei- und Stellflächen. Dabei seien die Abläufe in der Verwaltung zu beachten: Publikumsintensive Bereiche wie Jugendamt oder Ausländerbehörde müssten nah an den Eingang oder ins Erdgeschoss.

Der Kreis hofft auf „eine möglichst große Bandbreite an Gesamtkonzepten zur Quartiersentwicklung“. Zum Preisgericht gehören Landrat und Kreispräsident oder deren Vertreter, Architekten und Ingenieure als Fachpreisrichter sowie weitere Mitglieder als Berater, darunter der Itzehoer Bürgermeister. Die Wettbewerbsergebnisse würden veröffentlicht, sagt Stork. Es gebe einen Spagat zwischen den Beschränkungen des Vergaberechts und dem Wunsch, „so früh wie möglich und so umfassend wie möglich die Öffentlichkeit einzubinden“. Diese kann sich zu den Resultaten äußern, ob und wie diese verwendet werden, entscheidet der Kreistag.

52  300 Euro stehen an Preisgeldern bereit. Nach der ersten Stufe werde es womöglich noch nicht so viel Interesse geben, sondern erst, wenn es um die Gestaltung gehe, meint der Kreisdezernent. Die Menschen, denen der erste Entwurf zu klobig gewesen sei, müssten sehr ernst genommen werden: „Es muss uns gelingen, ein verträglicheres Bauwerk zu entwerfen.“

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