Kanu-Unglück bei Kollmar : Suche nach den Verunglückten

Vom Glückstädter Hafen aus starten die Rettungskräfte zu ihrem Sucheinsatz. Der blieb auch am Montag erfolglos.
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Vom Glückstädter Hafen aus starten die Rettungskräfte zu ihrem Sucheinsatz. Der blieb auch am Montag erfolglos.

Die Rettungskräfte waren auch am Montag im Einsatz. Die Verunglückten sollen Vater und sein Sohn aus Glückstadt sein. Hinweise kommen auch aus Niedersachsen.

shz.de von
07. August 2018, 05:00 Uhr

Gestern wurde an der Elbe weiter nach den zwei vermissten Männern gesucht. Die Befürchtung ist groß, dass sie am Sonntag in der Elbe ertrunken sind. Ein 51 Jahre alter Glückstädter und dessen in Hamburg lebender 18-jähriger Sohn sollen mit einem Kanu unterwegs gewesen sein. Wie berichtet, wurde das anschließend gefunden.

Gestern Morgen begannen Kollmaraner Feuerwehrleute ab 10.40 Uhr unter Leitung von Wehrführer Kai Schumacher, den Uferbereich von Kollmar in Richtung Glückstadt abzusuchen. Die Federführung der Aktion hatte das Kommissariat 2 in Itzehoe. Ein Hubschrauber der Polizei Hamburg leistete Hilfe von oben. Wasserschutzpolizei, Feuerwehr Glückstadt und DLRG waren unterdessen mit Booten auf der Elbe unterwegs. Über Mittag wurde die Suche an Land teilweise unterbrochen, um bei ablaufendem Wasser weiterzumachen. Am Abend zuvor war die Suche wegen einsetzender Dunkelheit abgebrochen worden.

Wie berichtet, hatten die Einsatzkräfte am Sonntag nach dem Hinweis auf ein Unglück, ein Kanu gefunden. Die Dinge, die im Boot gesichert worden waren, wurden inzwischen ausgewertet. Daraus ergaben sich die Hinweise auf die zwei Männer.

Es zeichnet sich ab, dass Vater und Sohn am Sonntag mit ihrem Kanu auf der Elbe unterwegs waren und gegen 14.15 Uhr aus ungeklärten Gründen offenbar in Seenot gerieten. Eine Zeugin hatte vor Steindeich Hilferufe gehört. Beim Blick auf die Elbe sah sie ein im Wasser kreisendes, verlassenes Boot und einen im Strom treibenden Menschen. Dieser war plötzlich verschwunden.

Während der Rettungseinsatz am Sonntag auf schleswig-holsteinischer Seite von wenigen auf dem Deich stehenden Schaulustigen beobachtet wurde, verfolgten auf der niedersächsischen Elbinsel Krautsand hunderte Ausflügler und Badegäste die Suchaktion. Die Einsatzfahrzeuge standen am Bistro-Strand-Zelt am Krautsander Anleger. Von dort kamen die ersten Hinweise, dass sich zwei Personen in dem Kanu befunden haben.

„Es gab Augenzeugen, die gesehen haben, dass die Zwei über Bord gegangen sind“, bestätigte der stellvertretende Gemeindewehrführer der niedersächsischen Gemeinde Drochtersen, Arnd König.

Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die beiden Verunglückten in Richtung Niedersachsen schwimmen beziehungsweise treiben, war Sonntag auch im Landkreis Kehdingen Großalarm ausgelöst worden. Dort waren die Feuerwehren aus Drochtersen, Dornbusch und Stade sowie drei DLRG-Einheiten vier Stunden lang im Einsatz – an dem Tag ohne Erfolg. So sah es auch gestern bei Redaktionsschluss aus.
>Internet: Ein Video zu der Suche finden Sie auf www.shz.de

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