Bürgermeisterwahl in Brunsbüttel : Suche nach Bürgermeister beginnt

Will Stefan Mohrdieck im Amt das Bürgermeisters nachfolgen: Michael Kunkowski. Familie und Freunde bestärken ihn in seiner Kandidatur.
Will Stefan Mohrdieck im Amt das Bürgermeisters nachfolgen: Michael Kunkowski. Familie und Freunde bestärken ihn in seiner Kandidatur.

Die Stelle des Verwaltungschefs wird ausgeschrieben. Die Wahl findet am 10. Juni statt.

shz.de von
11. Februar 2018, 15:00 Uhr

Der Bürgermeisterposten in der Schleusenstadt wird nun öffentlich ausgeschrieben. Bis zum 16. April 18 Uhr besteht die Möglichkeit, sich für den Posten des Verwaltungschefs zu bewerben. Vier Tage später werden die für die Wahl zugelassenen Kandidaten von der Verwaltung öffentlich bekanntgegeben. Am 10. Juni entscheiden die wahlberechtigten Brunsbütteler, wer Stefan Mohrdiecks Nachfolge antreten soll.

„Ich bin zuversichtlich, dass es neben dem ersten Kandidaten, der seinen Hut bereits in den Ring geworfen hat, noch einige weitere Bewerber geben wird“, zeigt sich Altbürgermeister Wilfried Hansen zuversichtlich. Bislang hat der Polizeibeamte Michael Kunkowski erklärt, er wolle für die Aufgabe des Verwaltungschefs kandidieren (wir berichteten).

Hansen betonte, die Anforderungen, die an einen Bürgermeister in Brunsbüttel gestellt würden, ließen sich nicht unmittelbar mit denen anderer Städte vergleichen. Als Standort mit dem größten Industriegebiet in Schleswig-Holstein sehe sich der Bürgermeister der 13 500 Einwohner zählenden Stadt Aufgaben und Herausforderungen gegenübergestellt, die in den meisten anderen Städten vergleichbarer Größenordnung so nicht vorkämen.

Diese Meinung teilte auch der Gemeindewahlausschuss mehrheitlich. Die SPD-Fraktion stellte daher den Antrag, die Bewerbungsmöglichkeit zu verlängern, indem die für den 10. Juni festgelegten Wahlen auf den 11. November verschoben werden. „Da sich die Bürgermeisterwahlen nicht mit den Kommunalwahlen zusammenlegen lassen, was uns finanzielle Ersparnisse gebracht hätte, sehen wir nicht unbedingt die Eile gegeben, den Posten schnellstmöglich zu besetzen“, so Ratsherr Bernd Wutkowski (SPD). Seine Hoffnung: „Ein späterer Wahlzeitpunkt würde eventuell die Zahl der Bewerber erhöhen.“

Diese Ansicht teilten die übrigen Ausschussmitglieder nicht. Sie forderten eine schnelle Wahl, da eine „führungslose“ Stadt eine negative Außenwirkung habe, die man sich in Brunsbüttel nicht leisten könne. Zudem sei unter Umständen damit zu rechnen, dass der gewählte Bürgermeister seinen Posten erst mit zeitlicher Verzögerung antreten könne, da Kündigungsfristen in der vorherigen Anstellung einzuhalten sind. Bei Wahlen im November würde der neue Verwaltungschef schlimmstenfalls erst Mitte 2019 den Posten bekleiden, so eines der Hauptargumente gegen einen späten Wahltermin.

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