Segelsport : Stürmische Wettfahrt auf der Elbe

Als „unvergessliches Erlebnis“ bezeichneten die Veranstalter die Nedderelv 2015: Das Foto vermittelt einen Eindruck von einer dramatischen Segelstimmung auf dem Wasser.
1 von 2
Als „unvergessliches Erlebnis“ bezeichneten die Veranstalter die Nedderelv 2015: Das Foto vermittelt einen Eindruck von einer dramatischen Segelstimmung auf dem Wasser.

Mehr Boote, mehr Zuschauer, mehr Wind: Veranstalter ziehen positives Fazit nach 64. Nedderelv-Regatta / Sieger kommt aus Kollmar

23-62961381_23-92690853_1508754347.JPG von
02. Juni 2015, 05:00 Uhr

Das Wetter lieferte einen unerfreulichen Superlativ: Die diesjährige Nedderelv-Regatte war wohl die stürmischte in der langen Geschichte der Wettfahrt. Denn eine Sturmfront zog mit nicht erwarteter Stärke von gut acht Windstärken, Starkregen und Hagel über das Regattafeld. Wer zur rechten Zeit am rechten Fleck war, hatte Glück. Die meisten kleineren Boote, die Jollen, fielen dem Wetter zum Opfer. Nur drei von zehn gemeldeten Jollen erreichten das Ziel. Viele retteten sich in den Kollmaraner Hafen, andere nahmen den Wunsch der Segler „Mast- und Schotbruch“ leider zu wörtlich. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

Das schnellste Boot nach gesegelter Zeit war der Katamaran „Fleyer“ von Dirk Bargende vom Wassersportverein Kollmar. In einer Stunde und 18 Minuten raste er über die Elbe. Sieger nach berechneter Zeit wurde Jens Reimers mit seinem Hoby 16 Katamaran, ebenfalls vom Wassersportverein Kollmar, mit 1 Stunde 31 Minuten und 55 Sekunden. Eine Umrechnung ist erforderlich, um unterschiedliche Bootsklassen gerecht miteinander vergleichen zu können. Die schnellste Jolle kommt vom Segler Verein Elmshorn. Tim Schilling siegte mit 2 Stunden 35 Minuten und 41 Sekunden auf dem Pirat „No Limit“ um Haaresbreite vor Willem Bloching von der Seglervereinigung Glückstadt. Mit 2 Stunden 35 Minuten und 42 Sekunden verpasste er mit „Blanker Hans“ mehr als knapp den ersehnten Titel.

Das schnellste Dickschiff wurde von David Kortmann gesegelt. Die Yacht „Wasmuss“ aus Brunsbüttel wurde mit 2 Stunden 21 Minuten und 55 Sekunden berechnet. Der Preis für die schnellste Steuerfrau ging an Kerstin Wendler mit der Yacht „Blaue Elise“ von der Seglervereinigung Glückstadt. Der Sonderpreis für das Crew-Mitglied mit der weitesten Anreise ging an Annabella Kern. Sie reiste extra aus London an, um starten zu können.

Die Siegerehrung fand abends in den Hallen der Yachtwerft Glückstadt statt. Mit einem Grillfest, Diashow von der Regatta und Tanz feierten die Segler „eine gelungene Nedderelv-Regatta 2015“, berichtet Wettfahrtsleiter Volker Steenbock. „Mit 33 Meldungen und schließlich 30 gestarteten Booten wird die Nedderelv-Regatta 2015 bei den teilnehmenden Seglern immer beliebter.“

Erfreut zeigte sich Steenbock besonders über die vielen jungen Teilnehmer. „Es starteten viele Nachwuchssegler aus Glückstadt, Kollmar und Elmshorn. Die Teilnehmer kamen insgesamt von neun Vereinen der Nedderelv-Gruppe.“

Bedauerlich fand der Wettfahrtsleiter, dass rund 30 Vereine der Gruppe keine Teilnehmer meldeten. „Das muss sich zur Jubiläums-Regatta 2016 ändern“, fordert Steenbock. „Dann nämlich findet die 65. Wettfahrt statt. Eine Segeltradition auf der Elbe, die unbedingt weiter ausgebaut werden muss.“ Die meisten Teilnehmer kamen aus Glückstadt (12) und aus Kollmar (10).

Wettermäßig etwas gemütlicher ging es bei der zweiten Regatta am vergangenen Wochenende, der Emil-Hasenpusch-Regatta der Segelvereinigung Glückstadt, zu, berichten Teilnehmer. Im Gesamtklassement nach berechnetet Zeit hatte dabei Skipper Klaus Thomas mit seiner Yacht „Old Crow“ die Nase vorn. Auf Platz zwei lag „Pluto“ (Niels Mester) gefolgt von „Chica“ mit Skipper Jan Ohlfest.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen