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Treffen Ehemaliger : Stück lebendige Geschichte der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der Grundschule Süd in Brunsbüttel wurden 20 000 Fotos zeigt. Anlass war das Treffen ehemaliger Schülern und Schülerinnen. Rund 600 Besucher tauschten Erinnerungen an die frühere gemeinsame Schulzeit aus.

Das Ehemaligen-Treffen der früheren Schule und späteren Grundschule Süd, das am Wochenende zum vierten Male von der „Initiative Brunsbüttel Süd“ (IBS) in der Sporthalle Süd veranstaltet wurde und auf eine überwältigende Resonanz gestoßen ist, wurde von Bürgermeister Stefan Mohrdieck als „ein Stück lebendige Geschichte unserer Stadt“ gewürdigt. Die 1898 gegründete Schule ist seit 2009 geschlossen.

Mohrdieck, der hier von 1973 bis 1977 zu den Süd-Grundschülern gehört hatte, hob anerkennend den engagierten Einsatz des 15-köpfigen Helferteams um den Vorsitzenden Axel Wendt hervor, die zu diesem zweitägigen Wiedersehen eine eindrucksvolle Ausstellung von Fotos, Urkunden, Dokumenten, Filmen und Presseartikeln zeigten.

„Hier nehmen die Bürger selbst das Heft des Handelns in die Hand“, lobte der Verwaltungschef. Das Treffen sei ein willkommener Anlass, sich an das zu erinnern, was man an dieser Stelle gemeinsam erlebt habe, und Menschen wiederzutreffen, die man vor vielen Jahren hier kennengelernt und seitdem nicht wiedergesehen habe.

„Liebe Schülerinnen und Schüler. Ich bin überwältigt!“ Axel Wendt dankte seinen Mitstreitern, die während der eineinhalbjährigen Planung und beim einwöchigen Aufbau Geschlossenheit gezeigt hätten und jetzt mit einer gelungenen Veranstaltung belohnt worden seien. „Was mein Nachbar fotografierte“ lautet beispielsweise der Titel einer zwei DVDs umfassenden Dokumentation mit Filmaufnahmen von Irene Oehlers über das Leben auf der Südseite. Rund 20 000 Fotos wurden gezeigt, an Stellwänden und in unzähligen Alben. „Heute wurden uns schon wieder bisher noch unbekannte Fotos übergeben“, sagte Axel Wendt dankbar.

Rund 600 ehemalige Schüler waren gekommen, auch aus dem europäischen Ausland von Schweden und Dänemark über Holland bis nach Österreich. Bei Kaffee und Kuchen fand sich Zeit, über das Erlebte und die Vergangenheit auszutauschen. Das gesellige Beisammensein ging bis in die tiefe Nacht. In einem vor der Sporthalle aufgestellten Festzelt sorgte eine professionelle Bewirtung für ein Abendessen und Getränke.

In Gedanken in ihre Schulzeit zurück versetzt fühlte sich auch die Familie Netthorn aus St. Michaelisdonn. Der 1955 in Brunsbüttel-Süd eingeschulte Gerhard Netthorn war mit seiner Ehefrau Gudrun, geborene Brandt, die die Schule Süd von 1958 bis 1967 besucht hatte, zu dem Schultreffen gekommen. Mitgekommen war auch deren Tante Gisela Brandt, die zwar selbst nicht auf der Südseite zur Schule gegangen war. Aber ihr Mann Heinz und ihre vier Kinder waren alle Süd-Schüler, als die Familie seinerzeit im Hause Saarstraße 10 auf der Südseite gelebt hatte.

Ergänzt wurde die zweitägige Veranstaltung durch eine Sammlung alter Schriften, die Erwin Hansen zur Verfügung gestellt hatte. Dieter Frisch aus Burg präsentierte seine Schiffsmodellbauten, deren Originale zum Teil noch heute zur Realität auf dem Nord-Ostsee-Kanal und auf der Elbe gehören: Schlepper, Fähren, Eisbrecher, Feuerlöschboote, Seenotrettungskreuzer und viele andere.

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erstellt am 07.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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