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Wegweiser durch die Hochschullandschaft : Studium: Der Weg zum Bachelor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Welchen Schulabschluss benötige ich für mein Wunschstudium? Wie ist das Studium aufgebaut? Ein Wegweiser durch die Hochschullandschaft.

Welchen Schulabschluss benötige ich für mein Wunschstudium? Wie ist das Studium aufgebaut? Ein Wegweiser durch die Hochschullandschaft.

Für ein Studium an der Fachhochschule (FH) gelten andere Zulassungsvoraussetzungen als für die Universität. Unzählige Studiengänge machen die Auswahl schwer. Und dann gibt es auch noch mehrere Abschlüsse, die es zu beachten gilt. AzubIZ hilft nach und gibt eine Übersicht über die wichtigsten Informationen zum Hochschulzugang, Studienbeginn, zu den Zulassungsbeschränkungen, zur Studienorganisation und zu den Studienabschlüssen.

Hochschulzugang

Grundsätzlich gilt: Mit der allgemeinen Hochschulreife ist der Zugang zu allen Studiengängen an Hochschulen möglich. Davon zu unterscheiden ist die fachgebundene Hochschulreife: Sie qualifiziert für eine der im Zeugnis angegebenen Fachrichtungen an den Hochschulen. Die Fachhochschulreife ermöglicht ein Studium an der FH, aber nicht an der Universität. Wer ein Hochschulstudium anstrebt, benötigt unter Umständen abhängig vom Studiengang spezielle Nachweise, dies gilt insbesondere für Fachhochschulen. Ein Wechsel von der FH zur Universität im Rahmen des Studiums ist länderspezifisch unterschiedlich geregelt. Fragen beantworten die Zulassungsstellen der Hochschulen. Mehr Informationen, ob und wie berufliche Qualifizierte Zugang zum Studium erhalten und wie man seine Hochschulreife nachträglich, auf dem „Zweiten Bildungsweg“, nachholt, liefert zum Beispiel die Seite wege-ins-studium.de im Internet.

Studienbeginn

Das Studium ist normalerweise in Sommersemester und Wintersemester unterteilt, aber auch eine Dreiteilung (Trimester) ist anzutreffen. Auf der Seite der jeweiligen Hochschule gibt es Informationen, wann ein Start in das Studium möglich ist. Der Regelstudienbeginn ist das Wintersemester.

Zulassungsbeschränkungen

Viele Studiengänge sind mit einem Auswahlverfahren verbunden. Das ist immer dann der Fall, wenn die Anzahl der Bewerber größer ist als die zur Verfügung stehenden Studienplätze. Für Studiengänge wie Medizin gibt es bundesweit Zulassungsbeschränkungen. Wenn für ein Studienfach nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zu vergeben ist, erkennt man dies an der Bezeichnung „zulassungsbeschränkt“ oder „N.c.“ Dies steht für „Numerus clausus“ (lateinisch für „geschlossene Anzahl“). In der Praxis erfolgt die Zulassung bei zulassungsbeschränkten Studiengängen über eine Kombination aus Durchschnittsnote, anzurechnender Wartezeit und möglicher weiterer Kriterien. Die Zulassungsverfahren sind unterschiedlich und zum Teil recht komplex. Ein „N.c.“ von 1,9 bedeutet in der Praxis, dass eine Zulassung mit der entsprechenden Durchschnittsnote und besser erfolgte. Natürlich erhalten auch Bewerber mit schlechterer Durchschnittsnote Zugang zum Studium – mit Wartesemestern ist allerdings zu rechnen!

Studienorganisation

Trotz fachspezifischer Unterschiede ist ein Studium immer ähnlich aufgebaut. Die Organisation der Lehrveranstaltungen erfolgt in Form von Modulen, und zum Start des Studiums werden die Grundlagenkenntnisse und methodischen Verfahren vermittelt. Am Ende der Module müssen Prüfungen abgelegt werden, für die es Leistungspunkte gibt. Eine Vertiefung des erworbenen Wissens erfolgt in der späteren Phase des Studiums. Häufig ermöglichen Wahlpflichtfächer oder – Module eine Spezialisierung des Studiums und Praktika Erfahrungen im beruflichen Alltag.

Ein Kennzeichen ist das Leistungspunkte-System: Über Modulprüfungen sammelt man Punkte, wobei pro Semester im Durchschnitt 30 vergeben werden. Für einen sechssemestrigen Studiengang benötigt man demnach 180 Leistungspunkte. Ein Semesterpunkt entspricht einer Arbeitsbelastung von 30 Stunden.

Studienabschlüsse

Am Ende des Studiums steht eine Hochschulprüfung oder eine staatliche Prüfung. Ein solches Staatsexamen ist in Fächern wie Jura vorgeschrieben. Mit der Hochschulprüfung erwirbt man einen akademischen Grad. Dies können der Abschluss Bachelor, Master, ein Doktorgrad oder auch die nur noch seltenen Abschlüsse Diplom und Magister sein. Die meisten Studierenden erwerben ihre erste akademische Auszeichnung in einem Bachelor-Studiengang, der in der Regel drei bis vier Jahre dauert. Dem akademischen Grad – z.B. Bachelor - wird zusätzlich die (sehr grobe) fachliche Ausrichtung angefügt. Dies kann beispielsweise die Bezeichnung „of Arts“ oder „of Science“ sein. Der Bachelor-Abschluss ist die Voraussetzung für ein mögliches, anschließendes Studium mit Master-Abschluss.

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erstellt am 03.Sep.2014 | 23:33 Uhr

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