kooperation : Strom und Wärme aus neuem Kraftwerk

Hochzufrieden (v.li.): Reiner Thomsen (Stadtwerke), Helmut Knüpp, Bernd Hentschel und Manfred Tenfelde.
Hochzufrieden (v.li.): Reiner Thomsen (Stadtwerke), Helmut Knüpp, Bernd Hentschel und Manfred Tenfelde.

Ein neues Blockheizkraftwerk wird 129 Wohnungen in Itzehoe-Wellenkamp versorgen. Die Stadtwerke Itzehoe kooperieren mit der Wankendorfer Baugenossenschaft.

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23. Juni 2014, 12:00 Uhr

Bei dieser Kooperation gibt es nur Gewinner: Die Stadtwerke Itzehoe und die Wankendorfer Baugenossenschaft haben einen Vertrag über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geschlossen – und davon profitieren auch die Mieter und die Umwelt.

Die Stadtwerke bauen im Kamper Weg ein BHKW, das insgesamt 129 Wohneinheiten der Wankendorfer im Kamper Weg, in der Katenkoppel und der Neuen Reihe versorgen wird. Der zugleich erzeugte Strom wird ins Netz der Stadtwerke eingespeist. Die Investition in Höhe von 550 000 Euro tragen die Stadtwerke, die Wankendorfer zahlen für die gelieferte Wärmemenge.

„Ein schönes Projekt!“, freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tenfelde. Denn es sei nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern zugleich auch ein Beitrag für den Klimaschutz. Durch die Umstellung der Heizungen von Erdgas und Heizöl auf die neue Wärmequelle werden pro Jahr rund 120 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart. Noch einmal der gleiche Effekt wird erzielt, indem die Baugenossenschaft im Zuge der Sanierung der Wohnungen auch die Wärmedämmung erneuert.

„Dort, wo es noch regionale Stadtwerke gibt, versuchen wir immer, regionale Bündnisse einzugehen“, sagt Helmut Knüpp, Vorstandsvorsitzender der Wankendorfer. Die Itzehoer Kooperation werde „mit vollem Herzen“ geschlossen. „Wir sind hochzufrieden. Wir können uns gegenseitig unterstützen, erreichen eine optimale Wirtschaftlichkeit und enorme Vorteile beim CO2-Ausstoß und tun auch noch etwas für die Mieter – besser kann es nicht gehen!“ Zumal die Verhandlungen „sehr angenehm“ gelaufen seien.

Als Genossenschaft dürfe man nicht nur Investment und Profit im Blick haben, sondern vor allem die Menschen, betont Knüpp. „Natürlich gibt es innovativere Technologien als ein BHKW.“ Diese seien auch geprüft worden – doch sie hätten zu höheren Ausgaben für die Mieter geführt und kamen deshalb nicht in Frage. „Die jetzige Lösung ist die insgesamt günstigste und sinnvollste“, unterstreicht Manfred Tenfelde.

Damit sich die Vorteile so schnell wie möglich bemerkbar machen, wird keine Zeit verloren: „Das BHKW wird sofort gebaut und noch in diesem Jahr in Betrieb gehen“, sagt Bernd Hentschel, Vorstandsmitglied der Wankendorfer. Bis Ende des Jahres soll auch die bereits laufende Sanierung der Wohnungen abgeschlossen sein. „Es wird also schon bei der nächsten Heizperiode die Einsparung für die Mieter erreicht.“ Ein kleiner Trost für die Strapazen: „Sie müssen während der Sanierung viel aushalten, es ist eine erhebliche Belastung“, weiß Knüpp. „Aber es wird sehr gut mitgetragen.“

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