Streit im Gemeinderat: Wählergemeinschaft spricht von „Gesülze“

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Mohrdiek.
Bürgermeister Ernst-Wilhelm Mohrdiek.

Avatar_shz von
15. Juli 2014, 13:34 Uhr

Erheblichen Diskussionsbedarf scheint es bei den Horster Kommunalpolitikern über die vermehrte Anzahl von Eilentscheidungen des Bürgermeisters Ernst-Wilhelm Mohrdiek (HWG) zu geben. Dies zeigte sich während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter im Amtsgebäude. Nachdem CDU-Vertreter Stefan Lange im Hinblick auf die diesbezüglichen Regelungen in der Gemeindeordnung nachfragte und sich auch SPD-Gemeinderätin Gerlinde Böttcher-Naudiet über den Ausfall von mehreren terminierten Ausschusssitzungen verwundert zeigte, gab es einen zum Teil heftigen Wortwechsel zwischen den Fraktionen, zumal Böttcher-Naudiet auch darauf hinwies, dass einige Entscheidungen eigentlich zur Beratung erst in die Ausschüsse gehört hätten. Rosé König von der Horster Wählergemeinschaft (HWG) bezeichnete die Anfrage Langes und den Hinweis auf die Gemeindeordnung als „Gesülze“.

Dagegen wehrte sich SPD-Mann Rudolf Riep und war erstaunt über das Demokratieverständnis Königs. Er beantragte ein interfraktionelles Gespräch über das Thema.

Bürgermeister Mohrdiek betonte, dass alle getroffenen Eilentscheidungen in Einklang mit dem Ältestenrat der Gemeindevertretung getroffen worden seien. „Anders geht es auch nicht“, so Mohrdiek. Jetzt soll in diesem Rat die Vorgehensweise bei künftig zu treffenden Maßnahmen und Entscheidungen ausführlich besprochen werden.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen