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Amtsausschuss : Streetworker ist ein Auslaufmodell

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kein Bedarf mehr für die erfolgreiche Arbeit im Jugendbereich. Der Amtsausschuss Wilstermarsch will die Stelle spätestens Ende 2015 auslaufen lassen.

Drei einstimmige Beschlüsse fasste der Amtsausschuss Wilstermarsch auf seiner 116. öffentlichen Sitzung im Amtsgebäude. Grünes Licht gab er für die Anschaffung und Installation einer Audioanlage, um bei Sitzungen und Veranstaltungen im Sitzungssaal für eine vernünftige Akustik zu sorgen. Die Kosten werden mit rund 5000 Euro beziffert.

Für knapp 4300 Euro brutto vergab der Amtsausschuss den Auftrag für Malerarbeiten an die Firma Plehn in Landrecht. Sie soll Anstricharbeiten an der Außenfassade der Schlichtwohnungen im Wewelsflether Fielweg ausführen. Das Amt Wilstermarsch will die beiden Giebelwände und die zur Straße gerichtete Traufwand sanieren lassen. Dabei werden auch kleinere Verfugungsarbeiten durch einen Maurerbetrieb erforderlich. Einig war sich der Amtsausschuss über die Beendigung des seit sieben Jahren laufenden Projekts der offenen Jugendarbeit.

Dafür waren seinerzeit zwei Streetworker eingestellt worden; der eine für 14 Stunden pro Woche und der andere für 6,5 Stunden monatlich. Wurde das Projekt in den ersten Jahren gut angenommen, ist seit mehreren Monaten eine stark abnehmende Tendenz der Inanspruchnahme zu beobachten. Im Bereich von Veranstaltungen hat sich das jahrelang bestehende Gewaltproblem durch angetrunkene und aggressive Jugendliche auch aufgrund von flankierenden Maßnahmen durch Polizei, Ordnungsamt und Veranstaltern weitgehend erledigt. „Ratsuchende Jugendliche oder Eltern haben sich in letzter Zeit gar nicht mehr an die Streetworker gewandt“, erfuhr der Amtsausschuss von der Verwaltung. Auch ihrerseits habe es so gut wie keine Fälle mehr gegeben, die den Streetworkern hätten übergeben werden können.

Die 14-Stunden-Stelle ist seit einem guten halben Jahr nicht mehr besetzt, nachdem der Stelleninhaber das Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch beendet hatte. Auch der zweite Mitarbeiter hat angekündigt, sein Arbeitsverhältnis in absehbarer Zeit aufzulösen. Sowohl die Verwaltung als auch die Polizei halten eine Fortführung des Projekts nicht für notwendig. Von einer Neubesetzung der vakanten Stelle wurde daher abgesehen. Das Projekt soll auslaufen, sobald auch der zweite Mitarbeiter ausscheidet – spätestens nach Ende der Befristung am Jahresende 2015.

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