Straßensperrung bleibt wohl bis Frühsommer

Kein Durchkommen: Die Kreisstraße hinter der Zufahrt zum Bielenberger Hafen in Richtung Kollmar ist für Autos, Fußgänger und Radfahrer unpassierbar.
Kein Durchkommen: Die Kreisstraße hinter der Zufahrt zum Bielenberger Hafen in Richtung Kollmar ist für Autos, Fußgänger und Radfahrer unpassierbar.

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11. November 2018, 16:51 Uhr

Anwohner diesseits und jenseits der Absperrung in Höhe des Bielenberger Schöpfwerkes müssen sich weiter in Geduld üben. Eigentlich sollten im Oktober die Bagger anrollen und mit den Arbeiten an der über die Langenhalser Wettern führenden einsturzgefährdeten Kreisstraße 23 beginnen. „Bei der Submission sind Kosten herausgekommen, die nicht mehr angemessen sind“, bedauert Dirk Brandenburg, Ingenieur beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Wattenmeer (LKN). Die Folge: Die bereits seit Frühjahr mit Betonringen und Absperrschranken für Autos, Fußgänger und Radfahrer gesperrte Straße bleibt erst einmal unpassierbar.

Die Sperrung stellt nicht nur die zweigeteilte Einwohnerschaft Bielenbergs, sondern auch Müllabfuhr, Schulbus, Feuerwehr und Rettungsdienst wohl noch bis zum Frühsommer 2019 vor Probleme. „Es liegt nicht an uns. Die Kosten für das Hauptgewerk waren bis zu drei Mal höher als die Schätzung des LKN“, bittet Brandenburg um das Verständnis der Kollmaraner. Man prüfe zwar noch ein Nebenangebot, gehe aber davon aus, dass im März 2019 nach Überarbeitung eine abgespeckte Variante ausgeschrieben werde. Grund ist auch, dass sich der Kreis Steinburg als Straßenbaulastträger an den Kosten beteiligen wird. Steigen diese während des Ausschreibungsverfahrens deutlich, sind neue Beschlüsse des Hauptausschusses des Kreistags erforderlich.

Derzeit geht Brandenburg von einem Baustart im Mai 2019 aus. „Und dann sind wir wohl acht Wochen später fertig und können die Sperrung aufheben“, macht er den Betroffenen Mut. Leider sei die ganze Entwicklung so zu Beginn dieses Jahres nicht absehbar gewesen. Denn dann hätte man durchaus über Ersatzmaßnahmen, wie beispielsweise eine Behelfsbrücke, nachdenken können. „So etwas kostet über 50 000 Euro und macht jetzt für ein halbes Jahr wirtschaftlich keinen Sinn mehr.“

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