zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 05:47 Uhr

Verkehr : Straßen im September voll gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Baumaßnahme in Krempdorf kostet eine Million Euro. Gleichzeitig Vollsperrung am Janssenweg in Glückstadt, Umleitung noch unklar.

Großbaustellen werden Auto- und Lastwagenfahrern vor allem im September das Leben schwer machen. Denn in dem Monat soll ein Teilstück der Landesstraße 119 für rund eine Million Euro saniert werden. Von Glückstadt kommend beginnt die Baustelle dann vor den Bahnschranken Krempdorf und geht über die Kurve hin bis hinter das Ortsschild gegenüber vom Autohaus Schmoock.

Saniert wird bei einer Vollsperrung der Straße. „In voller Breite“, erklärte Iris Dautwitz, Geschäftsleiterin Straßenbau, bei einem Treffen mit Bürgermeistern, Politikern und Torsten Conrad, Direktor Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Schleswig Holstein, in Krempdorf. „Zeitweise wird man nicht mehr einfach nach Hause kommen“, erklärte sie.

Der Verkehr von und zur Elbfähre soll weitläufig umgeleitet werden. Wo diese Umleitung genau entlang führen soll, stehe noch nicht genau fest, sagte Iris Dautwitz. Überrascht wurde sie von der Nachricht, dass von Mai bis November der Janssenweg in Glückstadt wegen der Kanalsanierung voll gesperrt ist. Dies erklärte Niels Schilling, Bürgermeister der Blomeschen Wildnis. Aber, so signalisierte Iris Dautwitz, der Fährverkehr solle auch nicht über Glückstadt umgeleitet werden.

Eingeladen zu dem Ortstermin hatte der Landtagsabgeordnete der Grünen, Bernd Voß. Mit dabei waren Dörte Harms, Bürgermeisterin von Krempdorf, sowie Bernd Schwartkop, Vorsitzender des Krempdorfer Bauausschusses, Niels Schilling und Grünen-Politiker Jürgen Ruge. Die L 119 werde saniert, weil sie ein hohes Verkehrsaufkommen hat, erklärte Torsten Conrad. Zehn Zentimeter der Straßendecke werden abgefräst, eine neue wird aufgebracht.

Bernd Voß erklärte, dass für die Sanierung von insgesamt 3600 Kilometer Landesstraßen in Schleswig-Holstein 900 Millionen Euro benötigt werden – „90 Millionen pro Jahr“. Denn viele Straßen seien in der Vergangenheit nicht saniert worden. „Wenn man nichts macht, wird es später richtig teuer“, ist seine Erkenntnis. Pro Jahr stellt das Land jetzt 25 Millionen Euro für Maßnahmen an Landesstraßen zur Verfügung. „Alles muss sukzessive abgearbeitet werden.“ Dazu gehören auch die Straße in Krempdorf und in drei Jahren die Umgehungsstraße Krempe.

Dörte Harms und Bernd Schwartkop baten darum, dass auch der Radweg in Richtung Krempdorf mit saniert wird. Dafür gebe es nur Geld, wenn der Weg im landesweiten Radwegenetz sei, erklärte Torsten Conrad. Er zeigte sich skeptisch, ob dies so sei, versprach aber, dies prüfen zu lassen. Bei der Stadt Glückstadt ist die Sanierung der Landesstraße 119 noch nicht bekannt, wie eine Anfrage unserer Zeitung im Bauamt ergab. Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch: „Wir sind noch nicht informiert.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen