Einweihung : Straße ist fertig – Radweg fehlt noch

Durschschneiden symbolisch das Band für die Straße (von links): Jörg Benitt (Gastgeber), Annika Lüerssen, Emma Lüschow (stellvertretende Bürgermeisterin), Jochen Töllner (Bürgermeister) und Sönke Rohwedder-Struve (Bürgerinitiative).
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Durschschneiden symbolisch das Band für die Straße (von links): Jörg Benitt (Gastgeber), Annika Lüerssen, Emma Lüschow (stellvertretende Bürgermeisterin), Jochen Töllner (Bürgermeister) und Sönke Rohwedder-Struve (Bürgerinitiative).

Beim Einweihungsfest in Elskop forderten die Einwohner weiterhin den Bau an der K 48. Das Kieler Verkehrsministerium startet demnächst eine Verkehrszählung.

shz.de von
16. Juni 2014, 04:45 Uhr

Dieses Straßenfest war eigentlich eine Demo. In der Dorfstraße 11 auf dem Hof Benitt in Elskop forderten 120 Teilnehmer das Land Schleswig-Holstein auf, zugesagte und wieder gestrichene Gelder für den Bau eines Radweges an der Kreisstraße 48 endlich bereit zu stellen. Mittlerweile ist die Straße neu gebaut worden – auf einen Radweg warten die Anwohner jedoch weiterhin vergeblich. Bewohner von Elskop und Anlieger, für die die Straße wichtig ist, kamen am Wochenende zur symbolischen Einweihung zusammen. Zu Gast waren auch Vertreter der Firma Eurovia Teerbau GmbH, Bauleiter Lars Eigenbrodt und der Planer der IGS Brokreihe, Olaf Engelbrecht. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Kinderprogramm, unter anderem wurden Luftballons in die Luft gelassen.

Die Teilnehmer versammelten sich mitten auf der Straße. Bürgermeister Jochen Töllner: „Der alte Ausbau der K48 in Elskop hielt gute 50 Jahre. Hoffentlich hält der jetzige mindestens ebenso lange.“ Auflage des Kieler Verkehrsministeriums für den Radwegebau sei nun eine Verkehrszählung. „Das ging geht aber nicht, wenn die Straße 13 Monate lang für den Verkehr gesperrt war“, so Töllner. Erst wenn sie frei gegeben und die durchführende Baufirma weg ist, sei dies möglich. Gezählt wird in den nächsten 14 Tagen in einem automatisierten Verfahren.

Sönke Rohwedder-Struve von der Initiative Radweg an der K 48 kritisierte: „Auf der Straße wird jetzt schneller gefahren, weil sie breiter ist. Vorher gab es Schlaglöcher, jetzt keine mehr.“ Vorher gab es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h, jetzt 70 km/h. Perspektivisch würden mehr Autos fahren, da sie den Durchgangsverkehr zur Autobahnauffahrt der geplanten A20 nutzen. „Diese Tatsachen muss das Ministerium in Kiel anerkennen. Deshalb fordern wir es hiermit noch einmal auf, die Förderung herzugeben.“

Den Kreis Steinburg lobte er unterdessen, weil er die Planung gemacht und das Geld vorgehalten habe. „Die Landeigentümer haben die Zusage für den Verkauf gegeben.“ Auch die Gemeinde habe 10 000 Euro in Planungskosten investiert. Selbst die Die Entwässerung an der Straße sei so geplant, dass der Radweg davor laufen könne. „Alle sind bereit, es fehlt nur die Zusage vom Land.“

Deshalb warten sie auf die Verkehrszählung. „Dann können wir vom Minister eine Entscheidung verlangen.“ Bei negativem Bescheid werde es weitere Aktionen geben. Mit diesem Tag sei die Sperrung aufgehoben und die K48 für den Verkehr wieder frei gegeben worden. Symbolisch durchschnitt der Bürgermeister gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Emma Lüschow und den Vertretern der Bürgerinitiativen mit einer überdimensional großen Schere das Band. Schließlich durften auch die für das Straßeneinweihungsfest in einer Schlange wartenden Autos weiter fahren.

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