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Küsten-Explorer : Strandfunde und knifflige Fragen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Henner Wachholtz ist auf der Suche nach Küsten-Experten im Land unterwegs – auch in Itzehoe vor dem Stadtmanagement.

von
erstellt am 01.Aug.2014 | 05:00 Uhr

Steine in allen Größen und Farbschattierungen, Muscheln, sogar Reste von Dinosaurier-Eierschalen – mit allem, was sich an der Küste finden lässt, ist Henner Wachholtz vom Wachholtz-Verlag derzeit für unsere Zeitung mit dem Küsten-Explorer im Land unterwegs. Gestern machte er vor dem Itzehoer Stadtmanagement in der Kirchenstraße Halt. Mit seinem mobilen Museum zeigt er, wie spannend die Natur ist, hilft beim Bestimmen von Fundstücken und gibt Tipps für Sammler.

Wer Bernstein finden wolle, müsse im Frühjahr los, verrät er. Nicht nur, weil es dann mehr Stürme gibt, die sie aufspülen, sondern auch, weil das Wasser dann kälter ist – „je kälter es ist, desto eher schwimmen sie“. Und außerdem seien dann auch weniger Touristen unterwegs und somit weniger Konkurrenz.

„Bernsteine liegen oft in dem Grünzeug und den Algen“, ergänzt Christa Nottebohm. Das Thema hat die Münsterdorferin im Vorbeilaufen hellhörig gemacht, interessiert bleibt sie am Stand des Küsten-Explorers stehen. „Auf dem Darß habe ich schon viele Bernsteine gefunden.“ Sie weiß auch, woran man erkennt, ob es sich um einen Bernstein handelt: „Man muss ihn an die Zähne halten.“ Genau, bestätigt Henner Wachholtz. Wenn es sich anfühle wie eine Zahnbürste, sei es Bernstein. Feuerstein dagegen schlage hart an. Außerdem laden sich Bernsteine beim Reiben auf, dann könne man damit zum Beispiel Papier ansaugen.

Ein Tipp, den Christa Nottebohm an ihre Enkel weitergeben kann. Den Zwillingen aus Hohenfelde hat sie schon öfter Erfolgserlebnisse in Sachen Bernstein verschafft: „Ich habe eine alte Kette zerrissen und die Steine verstreut, damit die Kinder sich gefreut haben, weil sie welche gefunden haben“, erzählt sie.

Solche Geschichten und Zufallsbekanntschaften sind es, die Henner Wachholtz auf seiner Explorer-Tour begeistern. „Es ist unglaublich, wie viele Leute ich kennen lerne“, sagt er. „Manche bringen mir auch Fundstücke vorbei.“ Andere kommen, um ihre Strandfunde bestimmen zu lassen. Was Henner Wachholtz selbst nicht zuordnen kann, wird fotografiert und an Experten weitergeleitet, etwa an Frank Rudolph, dessen Bücher „Strandsteine – Suchen und Bestimmen“ und „Strandsteine für Kids“ der Renner seien. „Wir wollen einfach mal die Welten vorstellen, die sich in unseren Büchern präsentieren“, erklärt Wachholtz. „Viele wissen zum Beispiel gar nicht, dass Steine bis zu zwei Milliarden Jahre alt sind.“

Einen Stein, der nicht nur uralt ist, sondern auch noch klappert, hält gerade Johannes (2) in Händen. Innen drin sei ein versteinerter Schwamm, erklärt Henner Wachholtz. Familie Lüttringhaus lässt sich interessiert die Exponate erklären. „Wir waren gerade erst auf Sylt“, erzählt Jan Thore (14). Da habe es natürlich auch eigene Strandfunde gegeben. Und Mutter Meike schwärmt von einem Besuch des Bernsteinmuseums in St. Peter-Ording. Jeden Tag habe sie mit Interesse die Geschichten rund um den Küsten-Explorer in der Zeitung gelesen. Kein Wunder, dass sie mit ein klein wenig Hilfestellung alle fünf Quizfragen richtig beantworten kann und zur Küstenexpertin gekürt wird. Das Bernstein-Buch, das es als Lohn gibt, ist nicht nur passend, weil sie Bernstein „super“ findet – sondern auch, weil sie an diesem Tag ihren 36. Geburtstag feiert.

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