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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 17:01 Uhr

„Stoßen langsam an unsere Grenzen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Flüchtlingsstrom: Amt denkt über Neubau von Wohngebäude nach / Dickes Lob für die vielen hilfreichen Hände

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2015 | 13:46 Uhr

Der Zustrom von Flüchtlingen aus Krisengebieten bringt auch die Wilstermarsch allmählich an das Ende ihrer Kapazitäten. „Noch ist die Lage ganz gut. So langsam stoßen wir aber an unsere Grenzen“, sagt Ordnungsamtsleiter Thorsten Frank. Im Amt Wilstermarsch laufen für die Unterbringung der Menschen alle Fäden zusammen.

Die Zuteilung erfolgt nach einer Quotenregelung, die sich unter anderem an den Einwohnerzahlen orientiert. Zunächst galt es, 43 Flüchtlinge unterzubringen, zuletzt wurde die Quote auf 63 erhöht. Die aktuelle Prognose: Diese Zahl wird sich noch verdoppeln.

In den ersten Monaten wurde Wohnraum im Stadtgebiet von Wilster sowie in den Gemeinden Wewelsfleth und Dammfleth genutzt. In Wilster liegen die Wohnungen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Als hier die Kapazitäten erschöpft waren, kam noch St. Margarethen hinzu. Laut Thorsten Franck wird auf Amtsebene inzwischen darüber nachgedacht, ein eigenes Wohngebäude hochzuziehen. Mittlerweile stoßen auch die zuständigen Mitarbeiter in der Amtsverwaltung ebenfalls an ihre Grenzen, wie Thorsten Franck feststellt. „Die Arbeitsbelastung ist ganz enorm.“ Zahlreiche andere Aufgaben aus dem Bereich des Ordnungs- und Sozialamtes würden eben umgeschichtet.

Alles andere als an ihre Grenzen stößt hingegen die in der Wilstermarsch gepflegte Willkommenskultur. „Wir haben eine sehr hilfsbereite Bevölkerung“, freut sich Thorsten Franck. Mittlerweile habe sich ein sehr großes Helfernetzwerk gebildet. So habe sich um den neuen ehrenamtlichen Flüchtlingsbeauftragten Knud Jüstel herum eine „ganz tolle Gruppe gebildet“. Auch in St.  Margarethen hätten sich mit Bekanntwerden der neu eingerichteten Flüchtlingswohnungen sofort viele hilfreiche Hände gefunden. „Wir können stolz auf unsere Bevölkerung sein“, heißt es abschließend aus der Amtsverwaltung. siehe auch die Seiten 11,13 und14

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