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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 04:23 Uhr

Stolz auf ein modernes Klinikum

vom

Feierstunde im Krankenhaus vier Jahrzehnte nach der Grundsteinlegung / Unterstützung für Ausbau in den Hackstruck

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | "Das ist ein großer Tag für Itzehoe und den Kreis Steinburg." So sprach Ministerpräsident Dr. Gerhard Stoltenberg am 29. Mai 1973, als der Grundstein für das neue Krankenhaus am Hackstruck gelegt wurde. Den 40. Jahrestag beging das Klinikum Itzehoe mit einer Feierstunde - und schenkte sich selbst ein neues Klinik-Modell, an dem sich künftig Besucher in der Eingangshalle orientieren können.

Eingeladen waren auch der damalige Bürgermeister Günter Hörnlein sowie Eva Ulrich, frühere Oberin der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen. "Für mich waren die großen Tage die, die sich mit der Vorbereitung der Inhalte für das Haus beschäftigten", sagte die 81-Jährige unserer Zeitung. Die Pflege zu organisieren, war eine schwere Aufgabe, und Pflegekräfte hätten mit der Lupe gesucht werden müssen.

Die Partnerschaft mit der Schwesternschaft bestehe seit 1947, als das Krankenhaus in die provisorische Krankenanstalt in der Kaserne am Langen Peter gezogen sei, sagte Dr. Reinhold Wenzlaff, Vorsteher des Klinik-Zweckverbandes. "Das ist eine Verbindung, die sich bis heute bewährt hat." Das Krankenhaus sei auf einem guten Weg bei dem Vorhaben, junge Menschen früh an das Haus zu binden.

Lang war der Weg zum Bau. Nach vielen Diskussionen fiel die Entscheidung im Jahr 1961. Doch erst ein Gesetz, das die Finanzierung regelte, durchschlug 1972 den Knoten: Bund und Land bauten, Kreis und Stadt trugen die Kosten. Diese lagen am Ende bei 90 Millionen Mark, 1961 war mit 18 Millionen Mark kalkuliert worden. Allerdings waren noch während des Baus die Kapazität auf gut 600 Betten erhöht und medizinische Abteilungen ergänzt worden. Der Betrieb startete Anfang 1976.

Heute sei das Klinikum mit 693 Betten und rund 50 000 Patienten im Jahr ein modernes und wirtschaftliches Krankenhaus, so Wenzlaff. Und es sei stolz auf seine 1800 Angestellten: "Ohne unsere Mitarbeiter wäre unser Haus nicht das, was es heute ist." Um es wettbewerbsfähig und attraktiv für Mitarbeiter zu halten, werde weiter viel investiert.

Gut so, fand Dr. Reneé Buck, Abteilungsleiterin im Kieler Ministerium für Gesundheit und Soziales. Das Klinikum sei das "Rückgrat der stationären Versorgung" lobte sie und hob besondere Bereiche wie das Perinatalzentrum der höchsten Stufe, die Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Geriatrie, das Onkologische Zentrum und das Regionale Budget für Psychiatrie hervor, das als Vorreiter einen Meilenstein für das Land gesetzt habe. Buck erinnerte an Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro seit 1985, und das Land werde weiter unterstützen. Denn: "Der Weg ist das Ziel."

"Natürlich wollen wir weitermachen", sagte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Die Stadt sei "mehr als stolz" auf ihr Klinikum und stehe voll hinter dem Plan, das Krankenhaus in den Hackstruck zu erweitern.

Diese Zukunft zeigt bereits das neue Klinik-Modell des Hamburgers Stefan Kahn, das aus Platzgründen nun hochkant steht: Nach den vielen Erweiterungen sei es fällig gewesen, sagte Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Über ein Bedienfeld können Besucher die Abteilungen suchen. Und wer den Hubschrauber-Landeplatz oder die Rettungswache anwählt, darf sich an einem drehenden Rotor oder an blinkendem Blaulicht erfreuen.

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