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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 04:25 Uhr

Unfallgefahr : Stolperkante entschärft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Stadt reagiert auf Unfälle: Die Naturstein-Stufe in der Itzehoer Fußgängerzone wird abgeflacht und an das Pflaster angepasst.

Viel Lärm, noch mehr Staub – und weg war sie: Die Naturstein-Stufe an der Ecke Kirchenstraße/Feldschmiede ist Geschichte. Als „Stolperfalle“ hatte sie traurige Berühmtheit erlangt und musste nun wegen der Unfallgefahr weichen.

Im November 2012 war die Welt noch in Ordnung: Unter großem Beifall wurde die neu gestaltete Fußgängerzone eingeweiht. Ein Schmuckstück sei sie geworden, freute sich damals Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Auch Bürger und umliegende Händler waren angetan vom neuen Aussehen. Doch schon bald sprach keiner mehr über den im Fischgrätmuster verlegten Klinker der Marke „Borkum“, die Hängelampen „Village“, oder die Regenabläufe mit den Störmotiven. Ein Thema überschattete alles: die kleine Stufe aus Naturstein am Eingangsplatz zur Feldschmiede. Immer wieder stolperten Passanten, einige fielen hin. Als schließlich auch noch eine Rollstuhlfahrerin stürzte, wurde die Notbremse gezogen. Denn auch wenn die Stadt bislang nicht belangt wurde, soll niemand zu Schaden kommen.

Eine Markierung mit Signalbändern sah nicht nur hässlich aus, sondern hielt auch nicht. Nachdem im Mai das Natursteinband rechts und links der Bänke bereits angeschrägt worden war, wurde der Kante gestern erneut zu Leibe gerückt. Silvio Köthke und Nepomuk Brandt von NatursteinWolf machten sich morgens ans Werk. „Wir müssen den Stein zwischen den Bänken komplett herunterschneiden“, erklärte Köthke. Anschließend werden Mitarbeiter der Firma Plus-Pohl das Pflaster dahinter angleichen, so dass am Ende nur eine fünf Millimeter hohe Kante bleibt. „Es ist ein Aufwand und vor allem Dreck. Es staubt wie der Teufel“, meinte Köthke. Heute sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Es sei natürlich ärgerlich, dass der Stein, den NatursteinWolf auch schon verlegt habe, nun wieder abgetragen werden müsse, meinten die beiden Mitarbeiter. Köthke kann das Problem allerdings nachvollziehen. „Es ist eine blöde Kante“, sagte er. „Vielleicht hätte man das vorher anders planen können.“

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erstellt am 11.Okt.2013 | 10:30 Uhr

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