Patchworks und Quilts aus Brokdorf : Stoff ist ihre Leidenschaft

Der Kosename auf dem Quilt: Christine „Nana“ Hartmann-Binder mit ihren Werken. Beim Patchwork und Quliten werden einzelne Stoffstücke aneinandergenäht.
Der Kosename auf dem Quilt: Christine „Nana“ Hartmann-Binder mit ihren Werken. Beim Patchwork und Quliten werden einzelne Stoffstücke aneinandergenäht.

Christine Hartmann-Binder näht sogenannte Patchworks und Quilts. Ihr Hobby will sie anderen näherbringen.

Avatar_shz von
29. September 2017, 05:00 Uhr

Seit 17 Jahren wohnt Christine Hartmann-Binder nun in Brokdorf. Dort kennt man sie eher unter dem Namen „Nana“. „So habe ich mich selber schon als kleines Kind genannt und meine Oma hat mich immer so gerufen“, erklärt sie. Ihre Leidenschaft ist Patchwork und Quilten. Ihr Ziel: Diese Handarbeit hip machen und zeigen, dass dieses Hobby nicht angestaubt ist.

Hartmann-Binder ist freie Maschinen-Quilterin und hat sich in der Patchwork- und Quilt-Szene inzwischen einen Namen erarbeitet. Ursprünglich kommt die 50-Jährige aus Hessen, fühlt sich mit ihrer Familie in der Wilstermarsch inzwischen wohl. Sie engagiert sich mit dem Café Fingerhut in Brokdorf. Im Haus der Vereine neben der Sporthalle möchte sie das Interesse an Patchwork und Quilten wecken. „Patchwork sind einzelne Stoffstückchen, die aneinander genäht sind, an den Seiten verbunden mit einem Vlies und einem Stück Stoff als Rückseite“, erklärt Hartmann-Binder. Ein Quilt wird daraus, in dem diese drei Lagen mit Nähten verbunden werden. Dann werden aus den Decken, Kissenhüllen oder anderen Teilen wahre Kunstwerke. Hartmann-Binder fährt mit der Nadel ihrer Nähmaschine frei Hand, also ohne Lineal oder Schablone, über den Stoff. „Man muss den Transporteur an der Nähmaschine ausstellen und dann geht’s los.“ Mit ein wenig Übung ergeben Kringel, Ranken oder gerade Linien eine ganz neue Struktur.

„Ich bin mit dem Nähen in einem VHS-Kurs angefangen, dann habe ich Patchwork gemacht und seit sechs Jahren quilte ich mit der Maschine, das habe ich mir selber beigebracht“, erzählt sie. Bekannte wollten das auch und so entstanden Kurse. In Dinkelsbühl kam es zu einer ersten Ausstellung und bei einem Wettbewerb „100 Jahre Leipzig“ hat sie sogar einen Preis für ihre Arbeit gewonnen. Durch das Internet konnte Hartmann-Binder sich ein gutes Netzwerk aufbauen, seit zwei Jahren betreibt sie einen Onlineshop und hat Kontakte in den gesamten deutschsprachigen Raum. Daraus ergaben sich Kurse in Österreich, Holland und der Schweiz. „Das bringt den Teilnehmern und mir unheimlich viel Spaß.“ Die Frauen bringen ihre eigenen Nähmaschinen mit, das erleichtert das Arbeiten zu Hause.

Am Sonnabend öffnet das Café Fingerhut wieder seine Türen. In der Zeit von 10 bis 22 Uhr will Hartmann-Binder mit Interessierten handarbeiten. „Ob Stricken, Sticken, Häkeln oder mit Nähmaschine, alle bringen ihre Arbeit mit und in gemütlicher Runde wird gewerkelt und sich ausgetauscht.“ Hartmann-Binder bringt Stoffe und Vliese mit. „Jeder kann kommen, wann und wie lange er will, es kostet keinen Eintritt und wer nur kurz bei einer Tasse Kaffee klönen will, ist ebenso willkommen.“ Weitere Termine sind der 7. und 28. Oktober, 11. und 25. November und der 9. Dezember.

Hartmann-Binder gehört der Patchwork-Gilde an und organisiert seit einigen Jahren Nähwochenenden. „Für den 13. bis 15. Oktober in Plön habe ich noch einen Platz frei.“ Außerdem will sie einen Kurs „Freies Maschinenquilten“ im Februar bei der VHS-Wilster anbieten.


> Informationen unter www.die-nana.de oder per Mail unter: info@die-nana.de


zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen