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Stadtmarketing : Störstadt macht sich zukunftsfähig

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Leitbild der Störstadt Kellinghusen soll in zwei Jahren stehen.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Wohin will die Störstadt, wie will sie sich von anderen Kommunen unterscheiden, wie will sie wahrgenommen werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Stadtmarketing schon seit geraumer Zeit. Unter Leitung von Jenni Knapp (Foto) nimmt der Prozess wieder Fahrt auf.

Nachdem ihre Vorgängerinnen Susanne Kabelitz und Ulrike Kütemeier jeweils wichtige Schritte unternommen hatten, geht seit dem 1. November 2013 nun Knapp den Weg weiter. Die künftige Vorgehensweise erläuterte sie in der jüngsten Sitzung des Kultur- und Wirtschaftsgremiums unter Leitung von Marcus Wack (BFK). Gestartet wurde das Stadtmarketing 2002 mit dem Cima Gutachten, einer Markt- und Struktur- sowie städtebauliche Analyse. 2007 folgte ein weiteres Gutachten zu den Themen Tourismus und Städtebau inklusive F-Plan. 2012 rief Susanne Kabelitz die Einrichtung des „Runden Tisch Innenstadt“ ins Leben. 2013 unterbreitete Kütemeier den „Leitfaden für die Fortführung des Stadtmarketingprozesses“.

Laut der Vorlage von Knapp soll in den nächsten zwei Jahren die Arbeit zur Formulierung eines Leitbilds erfolgen. „In der vorgeschalteten Anschub- und Planungsphase geht es jetzt zunächst einmal um die Detailplanung“, so Knapp. Darauf folge eine Situationsanalyse/ Ist-Analyse, in die auch die bislang erarbeiteten Runde-Tisch-Ergebnisse mit einfließen. Möglich seien außerdem eine Umfrage zu Stärken und Schwächen der Stadt sowie eine Zukunftswerkstatt Kellinghusen.

Unverzichtbar nannte Knapp neben der Mitarbeit von Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Kultur die Beteiligung der Bürger. „Nur wenn die Bürger in die Gestaltung der eigenen Umgebung mit einbezogen werden, kann ein Gemeinschaftsgefühl mit der Bereitschaft zum späteren ehrenamtlichen Einsatz geschaffen werden.“

Auf ein positives Echo stieß Knapps Anregung, auch die Bürger der Umlandgemeinden mit einzubeziehen. Einig ist sich die Fachfrau mit ihrer Vorgängerin hinsichtlich der „zwingenden Notwendigkeit“ eines externen Moderators. Dies hatte auch Ulrike Kütemeier in ihrem Papier herausgestrichen. Schon wenn es um die Definition von Hauptzielen gehe, sollte ein neutraler Experten für die Moderation bereit stehen.

Ob der angepeilte Zeitrahmen von zunächst zwei Jahren eingehalten werden kann, steht laut Knapp noch nicht fest. Das Büro habe eine ganze Palette von Aufgaben zu bewältigen. Darunter hat aktuell die EU-Förderung höchste Priorität. Wenn der Geldtopf für die kommende Förderperiode von 2015 bis 2020 zur Vereilung geöffnet wird, will die Stadt mit schlüssigen Antrags-Konzepten punkten. „Wir wollen uns aufstellen, damit wir sofort mit Ideen aufwarten können“, sagt Knapp.

 

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