Störstadt behält Gütesiegel

Eröffneten Fairtrade-Ausstellung: Mitglieder der Steuerungsgruppe mit Gästen und Markus Schwarz (2. von links) vom Bündnis Eine Welt.
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Eröffneten Fairtrade-Ausstellung: Mitglieder der Steuerungsgruppe mit Gästen und Markus Schwarz (2. von links) vom Bündnis Eine Welt.

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24. Juli 2015, 11:14 Uhr

Die Störstadt darf sich weiterhin Fairtrade Town (FTT) nennen. Anlass zu doppelter Freude hatte Reinhard Rübner (SPD) im Bürgerhaus. Der stellvertretende Bürgermeister eröffnete dort nicht nur die Schau „Süß & Bitter“ der Kampagne „Make Chocolate Fair“. Unter dem Beifall der Gäste teilte er außerdem mit, dass der Stadt das FTT-Siegel behält. Der 2013 zunächst für zwei Jahre vergebene Titel sei nach einer Prüfung durch Fairtrade Deutschland um vier weitere Jahre verlängert worden.

Zum Ausstellungsstart begrüßte Rübner neben den Mitgliedern der lokalen FTT-Steuerungsgruppe auch Pracseda Towo aus der tansanischen Rafiki-Partnergemeinde Mrimbo sowie den Markus Schwarz vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI). Fair gehandelte Produkte habe er bei einem Rundgang in allen großen Geschäften gefunden, so Rübner. „Zucker, Reis, Tee, Kaffee und Bananen mit Siegel haben alle Anbieter im Regal stehen.“ Dies zeige, das der Handel sich des Thema annehme. Auch fair gehandelte Schokolade, deren „süßer Genuss und bittere Wahrheit“ zentrales Thema der Schau ist, sei in vielen Variationen dabei gewesen. Der kleine Ausstellung zeigt unter anderem an fünf Entdeckerstationen den Weg der Kakaobohne zur Schokolade auf. Fairer Handel bedeute vor allem, das die Produzenten einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit bekämen, stellte er heraus.

In die Störstadt gekommen sei die vom Netzwerk Inkota organisierte Ausstellung auf Anregung von Markus Schwarz, „der uns regelmäßig mit Informationen versorgt“, unterstrich Oliver Zantow, Mitglied der Fairtrade-Steuerungsgruppe. Aufgebaut wurde die Schau mit Video- und Hörstation sowie Anschauungs- und Informationsmaterial mit Hilfe weiterer Mitglieder sowie der BiBeKu und des Stadtmarketings, dankte Zantow allen beteiligen Helfern.

Zum FTT-Status erklärte er: Mit ruhiger aber kontinuierlicher Kraft habe Kellinghusen es als eine der ersten Städte im Land geschafft Fairtrade Town zu werden. Auch vor Ort sei festzustellen: „Fairer Handel ist auf dem Weg aus der exotischen Nische zum Mainstream.“ Es gehe aber nicht nur um die Endverbraucher, die sich mit ihren Einkaufsverhalten für faire Löhne entscheiden, ergänzte Schwarz. Vor allen Dingen die Hersteller müssten ihre Versprechen über fairen Bedingungen für die Produzenten auch einzulösen.

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