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Grosse Pläne : Störschleife: Hoffen auf Fördermittel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verein störauf plant Antrag für das Westküstenprogramm der Landesregierung – zweistufiger Wettbewerb startet in 2015.

Es ist technisch machbar, beginnen müsste es am Theater – so will der Verein störauf das Wasser in die Stadt zurückholen. Ob und wann es passiert, ist offen, in jedem Fall kostet das Projekt Millionen. Die Hoffnung gilt Fördergeldern. Mit Unterstützung der Stadt wird das Programm ITI angepeilt.

Für „Integrierte Territoriale Investitionen“ hat das Land 30 Millionen Euro aus EU-Mitteln bereit gestellt, ausgerichtet speziell auf die Westküste mit den Themen erneuerbare Energien und Tourismus. Das heißt: Jedes Projekt muss sich in einem Wettbewerb mit anderen durchsetzen – und genau das will störauf versuchen, wie der Vorstand am Donnerstagabend beschlossen hat. „Wir haben die Hoffnung, damit das Projekt voranbringen zu können“, sagt Vorsitzender Michael Ruff.

Dabei geht es um einen künstlichen Wasserverlauf an Stelle der früheren Störschleife. Diese wieder zu öffnen, ist als technisch nicht machbar verworfen worden. Der Wasserlauf aber soll viele städtebauliche Chancen eröffnen, die erste Ausbauphase soll rund um das Theater stattfinden. Die Kosten schätzt der Verein auf 4,26 Millionen Euro. Mit dem ITI-Antrag solle zunächst geklärt werden, ob das Vorhaben förderfähig sei, sagt Professor Dr. Ralf Thiericke, Mitglied im störauf-Vorstand. Gehofft werde, dass das Land noch vor Weihnachten Rahmenrichtlinien herausgebe, Anmeldeschluss sei voraussichtlich Ende März 2015: „Da merkt man schon, wie lange so etwas noch dauert.“ Der Verein sei optimistisch, die erste Wettbewerbsphase zu überstehen, in der zweiten wird es dann konkret, bevor die Auswahl der Projekte erfolgt. Für die zweite Phase müsste demnach noch viel Detailarbeit geleistet werden, das will die Stadt im Haushalt 2015 mit 5000 Euro unterstützen. Begleitet wird der Prozess zudem von der Projektgesellschaft Norderelbe.

Vorsitzender Ruff will mit störauf im kommenden Jahr vor allem „auf allen Ebenen“ für das Vorhaben werben, eine positive Stimmung fördern und „klären, ob es breiter in der Bevölkerung verankert werden kann“. Das Projekt an sich habe der Verein so weit getrieben, wie er er könne mit Konzept und Gestaltungsideen. Doch da geht noch mehr, meint Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen, selbst Vorstandsmitglied. Nach der vielen Vorarbeit solle sich der Verein auch die nächsten Schritte in Sachen ITI zutrauen: „Er muss derjenige sein, der führt in dem Projekt“, das sei auch der Wunsch der Politik. Die Zustimmung insgesamt, das sieht er wie Ruff, müsse noch intensiver ausgelotet werden.

Und wenn es nichts wird mit der Förderung? Dann würden andere Ideen verfolgt, sagt Thiericke. Zum Beispiel: Über das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ seien der Stadt 180 000 Euro vom Land in Aussicht gestellt worden, so Koeppen. Auch dies läuft erst an, es müsse mit dem Thema Störschleife parallel zu der Bewerbung für das ITI-Programm betrieben und verbunden werden.

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erstellt am 22.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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