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Stördeich sicher? Helfer bleiben misstrauisch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Feuerwehr Münsterdorf blickt auf spektakulären Hochwassereinsatz zurück

In anderen Gemeinden macht man sich Sorgen um den Fortbestand der Feuerwehren, in Münsterdorf ist das anders: Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr hat sich nun mit vier weiteren Kameraden auf 38 Kräfte erweitert. Es sind Finn Unganz (17) und Malte Krieger (27) sowie Patrick Rusch (22) und Martin Röhrs (40). Zudem bildet die Jugendfeuerwehr hoffnungsvollen Nachwuchs aus. Die Jahresversammlung bildete den offiziellen Auftakt des Jubiläumsjahres – die Freiwillige Feuerwehr Münsterdorf wurde vor 125 Jahren gegründet.

Zu den spektakulärsten Einsätzen in 2014 gehörten der Großbrand auf dem Gelände einer Itzehoer Firma und die Stabilisierung des Stördeiches am 23. Dezember im Bereich Bellerkrug bei hohem Wasserstand: „Unter der Leitung der Feuerwehr Itzehoe und des Deichgrafen wurden sechs Stunden lang gemeinsam mit anderen Wehren Sandsäcke gepackt und getragen“, erinnerte der Wehrführer an den für die jetzige Generation ungewohnten Einsatz. „Nach Aussage unseres Umweltministers werden solche Wassermassen in unserer Region regelmäßig auftreten, damit müssen wir uns beschäftigen.“ Anlass zum Nachdenken bestünde allemal. Insbesondere müssten Aussagen wie „Unser Stördeich ist sicher“ oder „Wenn das Störsperrwerk geschlossen ist, passiert nichts“ hinterfragt werden. Das Wissen müsse ständig erneuert und weitergegeben werden: „Wie reparieren wir ein Loch im Stördeich?“ – „Wie transportieren wir diese Gewichte, diese Sandsäcke an den Deich, wenn keine Fahrspur vorhanden ist?“ Und: „Wir haben gemerkt, wie viel Grasdeich von uns in nur einer Stunde mit den Stiefeln beschädigt wird.“

Neben den Einsätzen hätten sich die Mitglieder der Wehr im vergangenen Jahr zu 18 Übungs- und Schulungsabenden getroffen, Fortbildungen auf Kreis- und Landesebene wurden besucht, „um im Bereich Ausrüstung und Ausbildung aktuell zu bleiben“.

Gute Nachrichten vermeldete auch Atemschutzgerätewart Dirk Dörfling: „Im November sind wir mit zehn Atemschutzträgern zum jährlichen Durchlaufen der Atemschutzstrecke nach Nordoe gefahren.“

Über die Aktivitäten der Münsterdorfer Jugendlichen, die Teil der Jugendfeuerwehr Amt Breitenburg sind, berichtete Torben Pokriefke. Der Gemeindewehrführer lobte das Engagement: „Wir haben eine super Ausbildungsmannschaft, die mit Freuden loszieht und betreut.“ Angesichts der vielen positiven Mitteilungen stellten die Gastredner heraus: „Die Bürger in Münsterdorf können sich sicher fühlen. Macht weiter so“, sagte Amtsvorsteher Jörgen Heuberger. „Danke für die Unterstützung bei den Einsätzen “, sagte der stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Pusch. „Wenn man vier neue Mitglieder aufnehmen kann, dann ist das eine super Arbeit. Es ist nämlich verdammt schwer, Kameraden zu gewinnen.“




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erstellt am 16.Feb.2015 | 09:14 Uhr

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