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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 23:12 Uhr

Störauf geht in die Offensive

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Immer mehr prominente Itzehoer unterstützen die Initiative, die seit fünf Jahren für die Rückkehr des Wassers in die Stadt wirbt

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Theaterdirektorin Ulrike Schanko tut es. Wehrführer Peter Happe tut es auch, genau so wie SCI-Vorsitzender Gerd Freiwald und viele weitere: Immer mehr Menschen bekennen sich zum Verein Störauf. Sie wünschen sich mehr Lebensqualität in Itzehoe und unterstützen deshalb die Pläne, wieder Wasser in die Stadt zu bringen.

Damit werden die Promis aus Itzehoe Teil einer Kampagne, die der Verein startet. „Alle wichtigen Planungsgrundlagen für unser Projekt sind erarbeitet. Und wir haben Störauf gemeinsam mit der Stadt zum Projektwettbewerb ITI angemeldet, der 50 Prozent der Finanzierung des ersten Bauabschnitts sicherstellen soll“, erklärt Vorsitzender Michael Ruff (Foto). „Störauf nimmt Fahrt auf. Jetzt geht es darum, auch die Itzehoer Bevölkerung für unser Vorhaben zu begeistern.“

Dazu sind in den nächsten Wochen eine ganze Reihe Aktionen geplant. Den Auftakt macht die Kulturnacht am Wochenende. Störauf wird die ehemalige Störschleife am Theater illuminieren – symbolisch für Itzehoes mögliche leuchtende Zukunft mit der Stör in der Stadt. Am Theater soll die alte Störschleife als erstes wieder ausgehoben werden. „Der Beginn im Theaterumfeld wäre städtebaulich am attraktivsten, denn die jetzige Situation dort wird als äußerst unattraktiv empfunden“, sagt Ruff. Mit der Störschleife würde auch der Theatervorplatz fertig gestellt, der bis heute ein Provisorium ist. Architekt Gottfried Böhm hatte die offene Stör bereits Anfang der 80er Jahre in seinen Entwurf eingeplant. Für Theaterdirektorin Ulrike Schanko ginge damit ein Herzenswunsch in Erfüllung: „In seinem derzeitigen Umfeld ist das Theater ein ungefasster Diamant. Es braucht die Stör als Fassung, um seinen Wert voll zur Geltung zu bringen.“

Am Abend wird auch der Info-Pavillon in der Kirchenstraße eingeweiht. Er wird künftig bei Veranstaltungen wie dem verkaufsoffenen Sonntag oder während des Flohmarkts für Interessierte offen stehen.

„Wir haben ein Konzept für ein zukunftsfähiges Itzehoe entwickelt“, betont Ruff. Flanieren am Wasser, Begegnungen an einem lebendigen Treffpunkt, Entspannung im Herzen der Stadt, neuer Raum für kulturelle Aktivitäten – eine geöffnete Störschleife werde Itzehoe lebenswerter und attraktiver machen. „Sie wird die schlummernden Potenziale der Stadt wecken und Motor sein für die Entwicklung Itzehoes hin zu einem Wohn- und Wirtschaftsstandort mit lebendigem Zentrum und hoher Anziehungskraft.“ Dabei schlägt das Projekt die Brücke zwischen dem Gestern und dem Morgen: Die Stadt erhält ihr Herz zurück und wird damit fit für die Zukunft.

Um seriöse Planungsgrundlagen zu erhalten, hat der gemeinnützige Verein, von Fachleuten Studien zur Machbarkeit und den städtebaulichen Auswirkungen erstellen lassen. Eine Machbarkeits-Studie zeige zweifelsfrei, dass die Umsetzung möglich ist, so Ruff. Es stünden keine Gebäude auf dem ehemaligen Störlauf. Alle Flächen – mit Ausnahme der Adenauerallee und des Brookhafens – seien zudem in städtischem Besitz und könnten sofort überplant werden. Geplant ist die Störschleife als tidenunabhängige Version ohne Anbindung an den Hauptarm der Stör. Dadurch werde auch der bestehende Hochwasserschutz nicht angetastet. Es entsteht ein ständiger Frischwasserkreislauf, der auch eine Strömung bringt. Die Wassertiefe werde mit konstant 1,5 bis 2 Metern so gewählt, dass eine Verkrautung ausgeschlossen ist und sich keine Pflanzen im Bett ansiedeln können, so Ruff.

Er ist stolz auf seine Mitstreiter, die mit vereinten Kräften an ihrem Ziel arbeiten. „Das Faszinierende an Störauf ist ja, dass unsere Initiative tatsächlich mitten aus der Bevölkerung kommt.“ Sollten die erhofften Fördermittel nach Itzehoe fließen und die Politiker mitspielen, könnte das Engagement schon bald belohnt werden: „Schon 2017 oder 2018 könnte mit der Umsetzung begonnen werden.“

>Morgen geht die neu gestaltete Website www.stoerauf.de online.



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