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Stadtentwicklung in Itzehoe : Störauf: Finanzierung auf der Kippe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Kieler Innenministerium lehnt die geplante Förderung aus einem Städtebauprogramm ab. Eine Machbarkeitsstudie soll trotzdem erstellt werden.

von
erstellt am 20.Jul.2017 | 05:06 Uhr

Die Stadt Itzehoe muss sich für das Projekt Störauf, die Nachbildung von Teilen der historischen Störschleife im Bereich der Innenstadt, möglicherweise eine neue Finanzierung überlegen. Bisher war geplant, die baulichen Veränderungen, die zunächst für den Bereich rund um das Theater angedacht sind, mit Mitteln aus der Städtebauförderung zu bezahlen. Wie Bürgermeister Andreas Koeppen aber am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss mitteilte, wird dies eventuell nicht möglich sein. Die Planungen wollen Politik und Verwaltung vorerst trotzdem weiter vorantreiben.

Bisher war geplant, die Nachbildung der Störschleife, wie sie der Bürgerverein Störauf seit Jahren fordert, mit Geld von Bund und Land aus dem Städtebauprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu finanzieren. Wie hoch die Kosten genau werden, ist noch unklar. Sie dürften aber im Millionenbereich liegen. Für die Förderung im Rahmen des Programms wurde eine sogenannte vorbereitende Untersuchung durchgeführt. Er habe nun aus der zuständigen Fachabteilung des Kieler Innenministeriums, das für die Vergabe der Fördermittel zuständig ist, telefonisch „kurz und knapp“ die Information bekommen, dass der Bau der geplanten Wasserflächen im Theaterumfeld „nicht förderfähig“ im Rahmen der Städtebauförderung sei, sagte Koeppen im Stadtentwicklungsausschuss. Er zeigte sich „überrascht“ über diese Aussage. „Wir haben aus unserer Sicht alle bisherigen Schritte mit Kiel abgestimmt.“ Er habe nun zunächst um eine ausführliche schriftliche Begründung für die Entscheidung gebeten, so der Bürgermeister. Diese liege bisher nicht vor. „Das sollten wir jetzt abwarten und dann weitere Schritte prüfen“, so Koeppen. Es sei wichtig, mit dem Ministerium im Gespräch zu bleiben.

Trotz der negativen Signale aus Kiel sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss mit großer Mehrheit für die weitere Planung des Projektes Störauf aus. Konkret sollen eine Machbarkeitsstudie und eine fundierte Kostenschätzung erstellt werden. „Wir sollten jetzt nicht aufgeben“, sagte Heinz Köhnke (CDU). Es sei wichtig, bereit zu sein, falls sich in Kiel noch etwas tue. „Und wir brauchen konkrete Zahlen für alle weiteren Entscheidungen.“ Ähnlich äußerte sich Sönke Doll (SPD). Für die weiteren Planungen, mit denen ein Itzehoer Architektenbüro beauftragt werden soll, sind 150  000 Euro aus dem laufenden Haushalt vorgesehen. Die Ratsversammlung muss der Entscheidung in ihrer Sitzung heute Abend noch zustimmen.

Nicht entmutigt über die Entwicklung bei der Städtebauförderung zeigte sich Kirsten Puymann, Vorsitzende des Vereins Störauf: „Wir sind nicht am Boden zerstört.“ Zwar wäre eine Förderung „wunderbar“, aber es gäbe „andere Möglichkeiten“. Der Verein werde sein Ziel weiter verfolgen. Puymann begrüßte die Entscheidung im Ausschuss, die Machbarkeitsstudie trotzdem wie geplant in Auftrag zu geben. Dies zeige die Unterstützung für das Vorhaben, von dem sich der Verein eine Belebung der gesamten Innenstadt verspricht. „Wir sind auf dem Weg.“

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