Stipendium mit Hase und Igel

 Nachwuchsprogrammierer: Lehrerin Christine Böteführ (stehend) mit v.r.Schülern Annika Wendt (18), Erik Bach (18) und Piet Ahuis (18).
Nachwuchsprogrammierer: Lehrerin Christine Böteführ (stehend) mit v.r.Schülern Annika Wendt (18), Erik Bach (18) und Piet Ahuis (18).

Kellinghusener Gemeinschaftsschüler bei Software Challenge Germany 2018 weit vorn

shz.de von
02. Juli 2018, 12:27 Uhr

Mit dem „Hase und Igel“-Spiel ein Informatik-Stipendium gewinnen. Das kann Teilnehmern der Software-Challenge gelingen. Ob sie Informatik studieren solle? Darüber hatte Annika Wendt (18) sich bislang noch keine Gedanken gemacht. „Jetzt werde ich mir das ernsthaft überlegen“, sagt die Oberstufenschülerin der Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe. Grund dafür ist ein Stipendium der Christian-Albrechts-Universität.

Erhalten hat Annika Wendt es im Rahmen der Software-Challenge Germany 2018, wo jeweils für die besten Schüler Stipendien ausgelobt werden. Zu den glücklichen Gewinnern gehört auch Erik Bach (18). Ein naturwissenschaftliches Studium hatte der Schüler schon länger ins Auge gefasst. Mit dem Finanzpolster (für ein Jahr) will er nun Informatik und Physik kombinieren.

Aber nicht nur die beiden besonders ausgezeichneten Teilnehmer des Oberstufenkurses Informatik können sich freuen. Als Team ergatterte die zwölfköpfige Gruppe aus Kellinghusen bei der Software-Challenge den fünften Platz. „Das ist eine tolle Leistung“, unterstreicht Informatik-Lehrerin Christine Böteführ. Immerhin traten zu dem bundesweit angebotenen Wettbewerb insgesamt 60 Gruppen an.

Ziel des Projekts: In Zusammenarbeit mit Gymnasien und Gesamtschulen aus ganz Deutschland und dem Institut für Informatik sowie fördernden Firmen soll der Informatikunterricht in den Oberstufen in praxisbezogener Weise mit gestaltet und aufgewertet werden. „Wir haben uns schon häufiger an der Sofware-Challenge beteiligt“, verweist Böteführ auf etliche Spiele in den Regalen des Informatikraums. Die Aufgabe besteht jeweils darin, für ein meist schon bekanntes Brettspiel, wie aktuell „Hase und Igel“, einen virtuellen Computerspieler (Client) ins Rennen zu schicken, der sich in unterschiedlichen Spielsituationen möglichst gut schlägt.

Unter Regie von Böteführ bildeten die Schüler dafür ein Programmier- und ein Strategieteam. Als „Chefstrategin“ habe Annika Wendt dabei die Strategie entwickelt, dargestellt und so verschriftlicht, dass die Programmierer das direkt umsetzen konnten. Stipendiat Erik Bach habe sich durch einen Tag- und Nachteinsatz hervorgetan.

Am Ende der Entwicklungsphase, die über ein Schuljahr läuft, schickte die Gruppe das selbst programmierte „Hase und Igel“-Computerspiel in den Wettkampf, gelangte in das Finale der letzten acht qualifizierten Programme und errang am Ende den fünften Platz. Mit Sachpreisen ausgezeichnet wurden Max Blankenfeld, Michael Witt, Piet Ahuis, Jan Gnewkow und Maren Schildt.

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