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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 03:07 Uhr

Stipendium für engagierten Itzehoer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gute schulische Leistungen, gesellschaftliches Engagement und Migrationshintergrund – das sind die Voraussetzungen für die Bewerbung um ein START-Stipendium. Mirkan Demir (14, Foto) aus Itzehoe ist einer von sechs neu aufgenommenen Stipendiaten in Schleswig-Holstein. Der Schüler des Sophie-Scholl-Gymnasiums erhielt in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Aufnahmeurkunde für den nun neunten START-Stipendienjahrgang.

Ziel des Programms ist es, die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur zu unterstützen – sowohl materiell als auch durch intensive ideelle Förderung mit verschiedenen Seminaren und Workshops. Angeboten wird das Stipendium in Schleswig-Holstein von der START-Stiftung gGmbH – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit den Partnern Deutsche Bank Stiftung, Dräger-Stiftung, Heinz Wüstenberg-Stiftung, Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes, Possehl-Stiftung und TÜV Nord.

Mirkan ist seit der sechsten Klasse Schulsanitäter und einmal pro Woche im Sanitätsdienst tätig. Der 14-Jährige ist in Deutschland geboren und hat eine Zwillingsschwester, seine Eltern stammen aus der Türkei. „Ich fühle mich deutsch und türkisch“, erzählt er. Seine Lieblingsfächer sind Mathe und Biologie, sein Notendurchschnitt liegt bei 2,4.

Durch das Stipendium erhält er nun ein monatliches Bildungsgeld von 100 Euro, kann an Workshops und Seminaren teilnehmen und bis zu 500 Euro zusätzlich erhalten für Klassenfahrten oder schulische Veranstaltungen. Zudem bekam er einen Laptop plus Drucker.

Das Stipendium ist zunächst auf ein Jahr befristet, kann dann aber bis zum Abitur weiterlaufen. Nach jedem Schulhalbjahr muss Mirkan einen Bericht einreichen, in dem er auch angeben muss, wofür er das Geld verwendet hat. Die Ausgaben sollen sich auf den schulischen Bereich beschränken.

„Ich finde es richtig gut, dass ich das Stipendium habe“, sagt der Schüler, „Die Bewerbungsphase war lang und anstrengend. Ich war sehr froh, als ich den Umschlag in den Händen hielt.“ Sein Ziel sei natürlich das Stipendium bis zum Abitur zu behalten. Dann würde er gerne Medizin studieren. Auch die Familie freut sich mit ihm: „Meine Eltern sind sehr stolz.“

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erstellt am 17.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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