zur Navigation springen

Kultur : Stimmung mit Stephan Sulke und „Uschi mach keinen Quatsch“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Entertainer begeisterte sein Publikum in der Ulmenhofschule.

Musiker? Nein, Entertainer! Wohl selten hat ein Publikum so gelacht wie bei diesem Konzert. In Kellinghusen in der Ulmenhofschule gab sich auf Einladung des Kulturvereins PEP nach Ulla Meinecke und Peter Horten nun die nächste legendäre Musikgröße die Ehre: Stephan Sulke (72), in Shanghai geborener Schweizer Liedermacher, Keyboarder und Gitarrist und Komponist, spielte fast zwei Stunden lang seine ganze Routine aus.

Er steht schon seit über 50 Jahren im Rampenlicht, hat aber selbst noch sichtlich Spaß an seinen Auftritten, gab sich auch als eloquenter Entertainer und Animateur. Das Publikum war begeistert sowohl vom Gitarren- und Klavierspiel als auch von den alten und neuen Liedern. Seine lockere Bühnen-Performance basierte auf der Erzählung von Geschichten, die er dann in seinen Songs fortsetzte. „Ich bin nicht gegen Umweltschutz, aber ich habe ein Misstrauen gegen den organisierten Umweltschutz, weil ich glaube, dass er anderen Interessen dient“, leitete er seinen Song „Sauerstoff“ ein, über den er sagte: „Ich habe ein Horrorszenario geträumt.“

Und dann erzählte er die Geschichte seines größten Erfolges, des Songs „Uschi“ mit dem Untertitel „mach keinen Quatsch“, mit dem er sogar Platz 3 in der ZDF-Hitparade erreichte. Dieses, 1982 erschienen, sei nur ein Verlegenheits-Song gewesen, um die von der Plattenfirma vorgegebenen 30 Minuten Musik auf seiner LP voll zu bekommen, wie er schilderte – und habe ursprünglich, so sagte er mit einem Augenzwinkern, „Ursula, mach keinen Unfug“ geheißen. Gesungen hat er den Titel trotzdem nicht in Gänze, animierte stattdessen das Publikum, ihn an seiner Stelle fortzusetzen, was einige auch wirklich textsicher taten: „Ich höre hier nur die Frauen.“

Als die Zuhörer ihm in der Zugabe ihre Wunschtitel zuriefen, kommentierte er das: „Jetzt weiß ich, wie sie sich beim NDR Wunschkonzert fühlen.“ Und schließlich wunderte sich Stephan Sulke mit den Zuhörern darüber, dass sein wunderbarer Song „Der Mann aus Russland“ heute auf einmal wieder aktuell geworden ist.

>Internet: www.stephansulke.com; www.pep-kulturverein.de



zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert