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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 14:22 Uhr

Stimmung kann auch kippen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verändert hat sich das Stadtbild, seit das Land in der ehemaligen Liliencron-Kaserne vor rund sechs Wochen eine Notunterkunft für Flüchtlinge einrichtete. Den Besuch von Eka von Kalben, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in der Einrichtung nahm Bürgermeister Axel Pietsch (BFK) zum Anlass, von den Sorgen und Ängsten in der Kleinstadt zu berichten. Zumal mit der Unterbringung von derzeit rund 1300 Menschen offenbar noch nicht Schluss ist. Bis zu 2000 Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Irak, Iran und Afghanistan sollen dem Liliencron-Gelände angesiedelt werden. „Nicht jeder ist damit einverstanden“, informierte Pietsch die Politikern. Bislang sei das Verhältnis der Bevölkerung zu den Gästen zwar weitgehend entspannt. Fremde Gesichter, andere Sprachen und Sitten führten jedoch zu Verunsicherungen, die derzeit gute Stimmung könne auch kippen. Sein Wunsch, hinsichtlich eines funktionierenden Wlans höheren Orts nachzuhaken, damit die Menschen sich nicht in Gruppen vor dem Rathaus einfinden müssen, um mit ihren Familien zu kommunizieren, sei zwar eine dringliche, aber vergleichsweise kleine Sorge, erklärte Pietsch. Vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl zugewiesener und integrationswilliger Menschen wesentlich drängender sei die Frage nach Wohnraum, Kita- und Schulangeboten sowie Arbeitsplätzen. Mit Blick auf den Punkt Arbeitsplätze verwies Pietsch auf die von nah-SH an die Stadt heran getragene Idee einer Reaktivierung der Bahnstrecke in Kellinghusen. „Das Geld ist da, es fehlt nur die Entscheidung des Landes.“ Als weiteres Thema nannte er den HVV-Anschluss. Die Grünen-Politikerin ermunterte Pietsch, konkrete Forderungen an das Land zu stellen. Wenn der ländliche Raum sich so offen zeige, müsse am Ende auch etwas Positives dabei raus kommen, so von Kalben.

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erstellt am 02.Nov.2015 | 11:55 Uhr

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