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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 20:17 Uhr

Stimmen für den Kirchentag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In St. Margarethen üben Sänger aus der Region für den großen Auftritt im Juni in Stuttgart

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 13:56 Uhr

70 Minuten lang musikalisch in die Geschichte der Anne Frank eintauchen – der Projektchor, der für den „Deutschen Evangelischen Kirchentag 2015“ gegründet wurde, macht dies möglich. Unter dem Titel „Anne, damit wir klug werden“ haben Marita und Reinhard Gramm ein neues Brassoratorium für den Kirchentag 2015 in Stuttgart komponiert, welches dort im Juni uraufgeführt wird.

Es erzählt die Geschichte von Anne Frank unter Berücksichtigung deren Begleitumstände wie der Flucht, der Abhängigkeit oder der Krankheit bis zum Tod. Musikalisch wird jüdische Synogalmusik mit christlicher Kirchenmusik von Sängern und Bläsern miteinander verbunden; zwei Sprecherinnen lesen Passagen aus dem dazugehörigen Buch vor.

Der Projektchor besteht aus Sängern und Bläsern aus ganz Deutschland und sogar Lettland. Von den über 40 Sängern kommen circa 20 aus dem Kreis Steinburg, wie beispielsweise aus Itzehoe, Hohenlockstedt, Wewelsfleth und St. Margarethen, wo jetzt auch die Proben stattfinden. Von den über 50 Bläsern stammen ebenfalls knapp 20 aus der Region.

Bei ihrer ersten Probe übten die Sänger zum ersten Mal gemeinsam das ihnen völlig unbekannte Stück unter der Leitung von Kantorin Anke Wendt, die den Chor am Klavier begleitete. Von Jugendlichen bis zu Senioren sind begeisterte Sänger jeder Altersklasse anzutreffen – einige unter ihnen bereits Mitglieder in Kirchenchören, andere beteiligen sich ohne Chorerfahrung, aus Freude am Singen.

Vor vier Jahren nahm der Kirchenchor St. Margarethen unter der Leitung von Heinz Wessel bereits am Kirchentag in Dresden teil; dort wurde lediglich gesungen. Eckart Grulke, Pastor der Kirchengemeinde St. Margarethen, hatte von dem durch Knut Petscheleit geleiteten Posaunenchor „B-Team“ gehört und nach einem möglichen Zusammenschluss gefragt. So kam es, dass beim jüngsten Kirchentag vor zwei Jahren in Hamburg Bläser und Sänger erstmals zusammen auftraten. Alles habe super geklappt, die Beteiligten hätten Spaß gehabt, deshalb werde ein solcher Auftritt nun wiederholt, so Grulke. Er übernimmt die Organisation der Fahrt nach Stuttgart, indem er sich beispielsweise um Unterbringung und Transport kümmert, außerdem singt er in dem Projektchor mit.

Antje Habke ist Mitglied im Kirchenchor St. Margarethen, sie beteiligt sich nun zusätzlich an jenem Kirchentagschor. Sie habe Lust, gemeinsam mit den anderen zu üben und das Gelernte am Ende vor einem großen Publikum aufzuführen, erläutert sie, „außerdem ist Anne Frank genau mein Thema“. Auch Rudolf und Erna Rotzoll aus dem Kirchenchor St. Margarethen haben Freude am Singen, weshalb sie nun bereits zum dritten Mal in dieser Form am Kirchentag teilnehmen. Sogar Chorleiter Heinz Wessel beteiligt sich am Projektchor: „Singen verbindet, man lernt auf dem Kirchentag viele Leute kennen“, findet er. Außerdem mache es ihm Spaß, auf diese Weise mal ein neues Stück zu hören.

Für Willfrid Knees, evangelischer Pastor des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf sowie der Nikolai Kirche Elmshorn, ist der Kirchentag „immer ein Erlebnis“, an dem er seit seiner Studentenzeit teilnehme. Des Weiteren betrachte er es als „schöne Chance, die Leute aus Lettland wieder zutreffen“; das Gedenken an Anne Frank sei ihm sowieso ein Anliegen.

>Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart vom 3. bis 7. Juni, Auftritt des Projektchors am Sonnabend, 6. Juni, in der Stuttgarter Markuskirche. Jeder Interessierte kann noch mitmachen, Anmeldung bei Knut Petscheleit: knut@b-team-itzehoe.de

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