zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 04:15 Uhr

Stillstand auf dem Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wohlerskoppel: Lärmschutz ist Streitpunkt

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:27 Uhr

Bauernland statt Wohnbebebauung? Die rund 3,5 Hektar umfassende Fläche des geplanten Baugebiets „Wohlers Koppel“ wird im Internet derzeit als Ackerland zur Pacht angeboten. Häuslebauer können ihre Träume von einem zügigen Baubeginn in guter Lage offenbar begraben: „Insgesamt befindet sich das Bauleitplanverfahren derzeit im Stillstand“, urteilt auch die Bauverwaltung. Ein Grund dafür ist die andauernde Klärung hinsichtlich des erforderlichen Lärmschutzes. Die Stadt und der Investor können sich nicht einigen, wie zukünftige Bewohner des Areals zwischen Hermannstraße und Luisenberger Straße vor Verkehrslärm geschützt werden sollen. Thema war dies auch im jüngsten Bauausschuss.

Im Rahmen einer umfänglichen Abwägungsunterlage hatte die Verwaltung die unterschiedlichen Lärmschutz-Varianten eines Stadtplanungsbüros dargestellt. Ausschussmitglied Torsten Struck (BFK) trug die einzelnen Vorschläge noch einmal in Kurzform vor. „Die Planungshoheit liegt bei der Stadt“, hob der Ausschussvorsitzende Hans-Jörg Krützfeldt (CDU) heraus. Sie habe abzuwägen, wie wertvoll der Immissionsschutz sei, und welche Schutzmaßnahmen festgelegt würden. „Außerdem hat die Ratsversammlung sich auf die rechtliche Seite zu stellen“, so Krützfeldt. Und dies bedeute für die „Wohlerskoppel“, dass genau wie in den anliegenden Baugebieten „Blumenviertel“ und „Papenberg“ Emissionen durch einen Lärmschutzwall abgehalten werden. „Wir hatten uns ja schon für einen Wall ausgesprochen“, brachte Reinhard Rübner (SPD) in Erinnerung. Dabei blieb es denn auch mit einem einstimmigen Votum. Die Stadt sehe in der Errichtung eines Lärmschutzwalls das geeignete Mittel, die Lärmimmissionen der Luisenberger Straße zu mindern, hieß es.

Um den dortigen schützenswerten Baumbestand zu sichern, solle der Wall im Plangebiet hinter den Bäumen erstellt werden. Als akzeptabel angenommen hätten die Politiker auch einen Schutzabstand von zirka 45 Meter. Eine klare Absage bekamen jedoch weitere Vorschläge zur Lösung des Lärmkonflikts: Eine Lärmschutzwand war aus Gründen der Ortsgestaltung abgelehnt worden.

Ebenfalls nicht folgen mochten die Politiker der Alternative eines Riegelbaus. Dabei sieht die Planung ein 18 Meter langes und acht Meter hohes Wohngebäude als Lärmblocker vor. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Bebauung parallel zur Luisenberger Straße nicht genauso geschützt werde, wie das übrige „allgemeine Wohngebiet“, so das Gremium. Außerdem stelle sich die Frage, wer den Riegel bauen solle. Als Möglichkeit zur Lärmdämmung geprüft werden soll jedoch Herabsetzung des zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der ehemaligen Kreisstraße.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert