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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 19:07 Uhr

Kommunalwahl : Steuerexpertin will gestalten

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

SPD und Grüne unterstützen gemeinsam die Kandidatur von Carola Radtke-Niemitz bei der Bürgermeisterwahl am 8. November

Als „Glücksfall für Glückstadt“ bezeichnen SPD und Grüne in der Elbestadt ihre gemeinsame Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 8.  November. Beide Parteien haben sich entschlossen gemeinsam Carola Radtke-Niemitz zu unterstützen.

„Mit ihr haben wir eine Bürgermeisterin in spe für Glückstadt gefunden“, schreiben die beiden Ortsvorsitzenden Christine Berg (Grüne) und Heike Kühl (SPD) in einer gemeinsamen Erklärung, „die nicht nur durch Ausstrahlung und Charme besticht, sondern darüber hinaus einen großen Sack voller Fachlichkeit, Erfahrung und Vernetzung sowie Gestaltungsstärke mitbringt.“ In mehreren „bereichernden und konstruktiven Gesprächen“ hätten beide Parteien die Kandidatin „intensiv kennen und schätzen gelernt“, heißt es weiter.

„Ich möchte gern gestalten“, erklärt Radtke-Niemitz ihren persönlichen Ansporn, sich um den Chefsessel der Glückstädter Verwaltung zu bewerben. Sie beschäftigte bereits seit mehreren Jahren mit dem Gedanken, Bürgermeisterin einer Kommune zu werden. „Es ist eine Möglichkeit meine bisher erworbenen Kompetenzen zu bündeln und gezielt einzusetzen“, sagt die 50-Jährige. Als sie von der Ausschreibung des Postens in Glückstadt gehört habe, sei sie daher gleich interessiert gewesen. „Ich kenne Glückstadt seit vielen Jahren. In meiner Kindheit habe ich die Stadt mehrmals mit meiner Großmutter besucht. Ich kann mich noch erinnern, dass ich das Rathaus damals für ein Schloss hielt“, sagt Radtke-Niemitz. Später sei sie mit ihrem Mann mehrfach zu den Matjeswochen in der Elbestadt gewesen.

Aktuell ist Radtke-Niemitz, die in Neu Wulmstorf zwischen Hamburg und Buxtehude lebt, als Unternehmensberaterin tätig. Von 1993 bis 2005 war die Diplomfinanzwirtin und studierte Juristin für die Hamburger Verwaltung tätig und beschäftigte sich vor allem mit steuerrechtlichen Fragen. Parallel war sie im Bereich der Ausbildung tätig und bildete sich selbst berufsbegleitend durch ein Studium der Sozialökonomie fort. Später sammelte sie in Nordrhein-Westfalen Erfahrung als Fachdozentin für Wirtschaftswissenschaften und Politik an Wirtschaftsgymnasien und Berufskollegien, bevor sie in den Norden zurückkehrte und in die Unternehmensberatung wechselte.

Der Sprung ins Glückstädter Rathaus erscheint der 50-Jährigen als sinnvoller nächster Schritt. „Ich habe viel Wissen und Erfahrung in Bereichen gesammelt, die für diese Aufgabe wichtig sind.“ Sie verfüge außerdem über ein umfangreiches Netzwerk – auch „über Landesgrenzen“ hinweg – das sie für die Stadt einsetzen möchte. „Ich habe bisher beraten und Wissen vermittelt.“ Nun möchte sie selbst konkrete Probleme lösen: „Ich habe mir bereits den Haushalt Glückstadts angesehen und mir Gedanken darüber gedacht, wie ein intelligenter Weg aussehen könnte, um die Kassen wieder auf ein gutes und solides Fundament zu stellen.“ Aus ihrer Sicht sei vor allem eine gezielte Wirtschaftsförderung, die sich auf innovative Branchen konzentriert, notwendig. „Das Vorgehen sollte auf die Ansiedlung von Unternehmen fokussiert sein, die dann auch wirklich Gewerbesteuern bezahlen.“

Maßnahmen für die Wirtschaft möchte die Kandidatin aber nicht losgelöst von anderen Fragen sehen. „Glückstadt braucht ein Stadtkonzept aus einem Guss“, stellt sie fest. „Es gibt bereits einige sehr gute Ansätze und Bestrebungen zum Beispiel im Bereich Barrierefreiheit und Daseinsfürsorge, aber ich möchte daran arbeiten, dass ganze stimmig und zukunftsfähig zu machen.“ Als besonders wichtige Arbeitsbereiche für die nächste Amtsperiode sieht sie die Themen Stärkung des Tourismus, öffentlicher Personennahverkehr und die Modernisierung der Verwaltung, die den digitalen Wandel vollziehen müsse, um nicht zuletzt freie Ressourcen für die Betreuung und Beratung der Bürger zu gewinnen.

Um dies alles zu gestalten zu können, möchte Radtke-Niemitz noch stärker als bisher Fördermittel für die Stadt einwerben. Und sie möchte den Dialog mit „allen Bürgern“ suchen. „Die Bürgernähe ist mir sehr wichtig.“

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erstellt am 05.Sep.2015 | 05:00 Uhr

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