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Stellwerk-Museum in Glückstadt : Stellwerk-Museum bleibt erhalten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bundespolitiker setzt sich für den Erhalt ein und erreicht Förderung durch Kreis Steinburg, Stadt und Bahn

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Im November 2016 wollten sie eigentlich schon einpacken. Die Ehrenamtler, die das Stellwerk-Museum betreiben, sahen dafür keine Zukunft mehr. Die Bahn als Eigentümer wollte das Haus schließen. Der Grund: Der Dachboden muss saniert werden und die Kosten von rund 10  000 Euro waren dem Unternehmen zu hoch.

Als der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich das in unserer Zeitung las, wurde er aktiv. Er versprach zu helfen und zu vermitteln. Mit großem Erfolg: Die Zukunft des Glückstädter Stellwerk-Museums ist gesichert. Denn mit einer Förderzusage über 5000 Euro durch den Kreis Steinburg kann die Sanierung des Museums kurzfristig in Angriff genommen werden. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, mit allen Beteiligten eine Übereinkunft zu erzielen, die den Fortbestand des Stellwerk-Museums sichert“, sagt Mark Helfrich.

Das morode Dach war der Anlass, dass die Ehrenamtler 2016 vor dem Aus standen. Die Bahn sah die Sicherheit auf der angrenzenden Bahnstrecke gefährdet – und forderte für die Durchführung der mit rund 17  000 Euro veranschlagten Reparatur den Abschluss eines Mietvertrages. Als die Verhandlungen festgefahren schienen brachte sich Mark Helfrich ein, um alle Beteiligten zurück an einen Tisch zu bringen und neue Lösungsansätze auszuloten.

Der Politiker sagt jetzt, dass der Erfolg auf einer ganzen Reihe von Bausteinen basiere. Um eine juristisch saubere Struktur für die Gewinnung von Fördermitteln und Spenden zu schaffen, schlossen sich die Museumsbetreiber dem eingetragenen Verein „Freunde der Marschbahn Glückstadt“ an. Die Deutsche Bahn wiederum begnügte sich mit einer quasi symbolischen Miete für das Gebäude und sagte logistische Unterstützung bei den Sanierungsarbeiten zu, die wiederum der Verein trägt. Dafür legte die Stadt Glückstadt mit einer Unterstützung in Höhe von 3000 Euro eine finanzielle Basis, die nun durch die 5000 Euro des Kreises kräftig aufgestockt wird. Die Museumsbetreiber sind bemüht, mit Eigenleistung die Kosten der Sanierungsarbeiten – wo es nur geht – zu drücken. Trotzdem werden für einen zweiten und letzten Bauabschnitt noch einmal 4500 Euro benötigt, für die private Spender und Sponsoren mit Eisenbahnerherz gesucht werden.

„Die Rettung des Stellwerk-Museums konnte nur durch Teamwork und konstruktive Ansätze von allen Seiten gelingen. Geklappt hat es schließlich auch, weil alle Beteiligten die Chance sahen, nach der Eröffnung des Lokschuppens und der geplanten Wiederherstellung des historischen Bahnhofsvordaches ein weiteres Stück der Glückstädter Bahnhistorie zu erhalten“, zieht Helfrich Bilanz. Dankbar zeigt sich der Bundestagsabgeordnete aber vor allem auch für die Beweglichkeit der Deutschen Bahn und für die parteiübergreifende Zusammenarbeit der Kommunalpolitik in Stadt und Kreis: „Verschiedene politische Parteien haben an einem Strang gezogen und ein gemeinsames Ziel im Blick gehabt. Die Rettung des Stellwerk-Museum ist ein schöner Erfolg für unsere Region, den wir alle zusammen erreicht haben.“

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