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Gottesdienst : Stellvertretende Pröpstin verabschiedet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sie wird Pastorin in Hamburg: Christiane Melchiors ist nicht mehr stellvertretende Pröpstin im Kirchenkreis.

von
erstellt am 20.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Treuer Dienst in nicht immer einfachen Zeiten – so fasste Bischof Gothard Magaard zusammen, was Christiane Melchiors in den vergangenen sechs Jahren geleistet hat. Gestern Nachmittag ist die 52-Jährige in einem Gottesdienst in St. Laurentii als stellvertretende Pröpstin des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf verabschiedet worden. Sie tritt Mitte Mai ihr neues Amt als Pastorin in Hamburg-Blankenese an.

Ab 2006 war Christiane Melchiors, damals noch Zimmermann, Pastorin in Heiligenstedten. 2009 wurde sie zur ständigen pröpstlichen Stellvertretung gewählt, gestern dankte sie für das Vertrauen und sah es wie der Bischof: Nicht alles sei einfach gewesen. Denn das Amt in dem frisch fusionierten Kirchenkreis habe zunächst nur auf dem Papier gestanden und sei „nicht wirklich zu Ende gedacht“ gewesen, sagte Propst Thomas Bergemann. Christiane Melchiors sei es zugemutet und zugetraut worden. Ihr sei es gelungen, von der Kollegin zur Vorgesetzten zu werden, „du hast dieses Amt mit einem ganz unverwechselbaren Profil versehen“. Daran liege es wohl auch, dass es „erstaunlich viele“ Bewerber um die Nachfolge gebe – die Frist läuft bis zum 15. Mai. Auch Bischof Magaard, einer von mehreren Grußwort-Rednern nach dem Gottesdienst, lobte die „besondere Kunst“, mit der die stellvertretende Pröpstin ihre Aufgabe erfüllt habe: Nicht auf klaren Wegen sei sie unterwegs gewesen, sondern habe wie auf Baumstämmen im Wasser das Gleichgewicht halten und den Weg finden müssen.

Christiane Melchiors habe in der Praxis gezeigt, was kirchliche Leitung durch das Wort bedeute, so Bergemann. Beim Aufbruch zu neuen Ufern solle die „kleine Träne im Knopfloch“ sie nicht belasten. Die offizielle Entpflichtung folgte – und endete mit herzlicher Umarmung.

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