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Glückstadt : Stellplatz für Biker: Leser stimmen ab

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Eine unglaubliche Resonanz mit rund 1200 Teilnehmern hatte unsere Umfrage zum Thema "Motorrad-Parkplatz" im Internet unter shz.de.Es darf weiter abgestimmt werden.

Glückstadt | Seit Wochen wird kontrovers über einen Motorrad-Parkplatz gegenüber des Hafenkopfes diskutiert. Die Resonanz auf dieses Thema ist enorm. Unsere Redaktion erreichen immer wieder Leserbriefe und auf shz.de nutzten bis jetzt über 1200 Bürger die Möglichkeit, abzustimmen.
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Wir fragten nach: Braucht Glückstadt einen Stellplatz für Motorräder am Hafenkopf? Bis Redaktionsschluss sprachen sich in der nicht repräsentativen Umfrage 792 Bürger (65 Prozent) dafür aus, einen entsprechenden Parkplatz einzurichten. 405 Leser (33,6 Prozent) finden, dass Motorradfahrer auch woanders parken können. Sie fürchten, dass mit dem Stellplatz Verkehr und Lärm zunehmen. Und sieben Bürger (0,6 Prozent) halten einen Motorrad-Parkplatz für eine gute Idee, wenn er nicht so zentral liegen würde.
Das Thema soll am 12. Mai erneut im Ausschuss diskutiert werden
Die Diskussion um den Parkplatz an der Stadtstraße vor der Feuerwache kam vor einigen Wochen in der Politik auf. Der Pächter des Bistros am Hafenkopf hatte den Stellplatz bei der Stadtverwaltung angeregt. Im Bauausschuss wurde der Vorschlag einstimmig abgelehnt. Jetzt soll das Thema am 12. Mai erneut im Ausschuss diskutiert werden.

Im Internet gibt es zu der Umfrage bezüglich des Motorrad-Parkplatzes auch Kommentare. Monika Bergen schreibt: "Es soll unsachlich sein, wenn ein besonnener und in der Bevölkerung überaus geschätzter Lokalpolitiker in einer Ausschussdebatte zum Tagesordnungspunkt Motorradparkplatz seine Meinung äußert?"
Die Meinung des Bürgervorstehers ist umstritten
Die Glückstädterin spricht Äußerungen von Ulf Ostermann an. Der Sozialdemokrat ist vehementer Gegner des Biker-Stellplatzes. Obwohl nicht im Bauausschuss vertreten, sprach sich der Bürgervorsteher in der jüngsten Sitzung gegen einen Biker-Parkplatz aus.

Bergen nimmt den obersten Repräsentanten der Stadt in Schutz: "Nur, weil er damit einseitigen Wirtschaftsinteressen widerspricht?" Der Glückstädterin geht es "nicht um ein paar Motorradfahrer mehr oder weniger, schon gar nicht um einen Generalangriff auf die Gruppe." Es ginge ihr um die "Art und Weise, wie in einer nicht immer hellwachen Kleinstadt mit allen Mitteln Interessen von Minderheiten durchgeboxt werden sollen".
Bahnhof touristentauglich machen
Heinrich Thomsen sieht einen anderen Aspekt: "Es gibt durchaus nette Motorradfahrer, es gibt aber leider auch eine recht große Gruppe an Fahrern, die ihr Motorrad nutzen, um auf Defizite in ihrer Sozialisation hinzuweisen."

Der ehemalige Glückstädter: "Wenn Glückstadt etwas für den Tourismus tun will, dann bitte endlich mal den Schandfleck Bahnhof touristentauglich machen. Parkplätze für Motorräder werden sich am Wochenende übrigens dort reichlich finden und es sind ja nicht alle Biker übergewichtig, so dass ein kleiner Fußweg zumutbar erscheint."
"Traurige Debatte"
Die Debatte sind andere mittlerweile leid: C. Schilsky bemerkt: "Eine echte Provinzposse, die sich hier abspielt!" Es gehe doch nur um einen separaten Parkplatz für Motorräder und nicht mehr. "Solch ein Parkplatz macht Sinn und müsste doch im Interesse aller sein. Einige tun so, als wenn man sich mit dem Bau einer solchen Fläche die Pest in die Stadt holt."

Jörg Lensch kommt zu dem Schluss, dass "hier eine traurige Debatte auf dem Rücken derer ausgetragen wird, die nur eins wollen, am Wochenende ein wenig das Leben genießen und Motorradfahren".

Der Platz, über den in der Politik diskutiert wird, gehört der Stadt. Angedacht war von der Verwaltung, ihn den Motorradfahrern zur Verfügung zu stellen, ohne dass für die Stadt Kosten entstehen. Auch sollte keinerlei Verpflichtung eingegangen werden. Das eigentliche ist, dass die Biker nicht auf dem Hafenkopf selbst parken.

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erstellt am 05.Mai.2009 | 07:21 Uhr

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