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Partnerschaft mit polen : Steinburg und Elbing – Freundschaft ohne Grenzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit zwölf Jahren verbindet die Kreise Steinburg und Elbing in Polen eine Partnerschaft. Beim jetzigen Treffen ist für die polnischen Gäste aber vieles neu: Unbekannte Gesichter an der Kreisspitze und eine neue Wettkampf-Tradition.

Eine polnische Delegation ist zu Gast im Kreis Steinburg und wurde gestern erst einmal aufs Glatteis geführt: Beim Eisstockschießen im Brokdorfer Elbe Eis Stadion – statt des bisher traditionellen Boßelns – wetteiferten Gastgeber und Gäste um den Titel. Ansonsten sind sie aber längst warm miteinander geworden: Seit zwölf Jahren pflegt der Kreis Steinburg eine Partnerschaft mit dem Kreis Elbing in Polen. Eine Zeit, in der beide Kreise dienstlich wie privat zusammengewachsen sind.

Bei dem nunmehr neunten Zusammentreffen blickte die polnische Delegation allerdings in einige unbekannte Gesichter an der Steinburger Kreisspitze: Die Posten des Landrats und des Kreispräsidenten sind neu besetzt (wir berichteten). „Uns war es wichtig, die neuen Personen kennenzulernen“, erklärte Slawomir Jezierski, Landrat in Elbing. „Aber die Neuen haben eine schwere Aufgabe übernommen, die Vorgänger haben das Niveau ziemlich hoch gehoben, sowohl bei privaten wie auch bei dienstlichen Kontakten“, lobte er.

Diese mahnenden Worte nahm sich Peter Labendowicz zu Herzen. Der Nachfolger von Hans-Friedrich Tiemann begrüßte den Besuch aus Polen – neben Jezierski die Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses Elbings Dorota Wasik, Aneta Mieczkowska, Dekanin für den Bereich Gesundheit an der Elbinger Humanistisch-Ökonomischen Hochschule und Übersetzer Marek Harasimowicz. Der neue Kreispräsident beugte augenzwinkernd Missverständnissen vor: Er habe zwar wie die Bundeskanzlerin permanent hängende Mundwinkel, sei aber ganz harmlos. Für ihn sei die Nachfolge in den großen Fußstapfen Tiemanns eine Herausforderung, die er gern annehme.

Neu in der deutsch-polnischen Runde war auch Rainer Naudiet. Er war für den frisch gebackenen Vater und Landrat Torsten Wendt eingesprungen, der im April die Nachfolge von Dr. Jens Kullik antrat. Und noch ein Wechsel kündigt sich an: der Leiter des Kreisjugendamtes Harry Strößner geht in den Ruhestand. Er und Tiemann verabschieden sich zwar offiziell aus der Partnerschaft, werden aber weiterhin ehrenamtlich dabei bleiben, betonte Labendowicz. Wie tief die freundschaftlichen Bande reicht, demonstrierte Tiemann: Zum Empfang der polnischen Freunde lud er sie zu sich nach Hause ein.

„Aber eine Partnerschaft besteht nicht darin, dass sich die Spitzen treffen“, betonte Jezierski. „Hauptziel ist Voraussetzungen zu schaffen, dass Jugendliche sich treffen und zusammenarbeiten. Wenn die jungen Leute sich anfreunden, trägt das später auch Früchte in den älteren Generationen.“ Der Jugendaustausch sei deshalb ein wesentlicher Aspekt der Partnerschaft. „Die Schüler können in eine andere Kultur eintauchen und wertvolle Erfahrungen sammeln“, betonte auch Labendowicz. Im November geht es für Schüler des aus Itzehoe und Glückstadt nach Elbing, im März 2014 ist dann der Gegenbesuch geplant.

Und die junge Generation beider Kreise soll noch enger zusammenwachsen. Der Besuch der polnischen Delegation steht dieses Mal unter dem Motto „Internationale Kooperation der beruflichen Bildung“. Heute steht deshalb ein Besuch der Fachhochschule Westküste und der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe in Itzehoe an.

 

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erstellt am 22.Okt.2013 | 17:21 Uhr

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