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Wirtschaftsförderung : Steinburg kann deutlich profitieren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die egeb-Wirtschaftsförderung lädt zum 18. Dägelinger Unternehmertreffen ein. Landrat sieht gute Zukunftsaussichten für den Kreis.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 17:00 Uhr

Die Themen dürften damals andere gewesen sein, das Interesse an der Veranstaltung ist aber nach wie vor ungebrochen. Nach 15 Jahren war das Dägelinger Unternehmertreffen erneut zu Gast bei der Firma Maxxis International – und zahlreiche Vertreter benachbarter Unternehmen waren der Einladung der egeb:Wirtschaftsförderung gefolgt. Das freute auch Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau, die in der Veranstaltung eine „nette Gelegenheit zum Austausch“ sieht.

Dabei erfuhren die Gäste auch viel Interessantes über das Unternehmen Maxxis, das europaweit die Reifen des taiwanesischen Herstellers Cheng Shin vertreibt. Geschäftsführer Dirk Rohmann beschrieb in einem launigen Vortrag, wie das Unternehmen in den 1960-er Jahren gegründet wurde und Mitte der 90-Jahre von Hamburg-Nedderfeld nach Dägeling umgezogen ist. Heute wird die gesamte Palette an Reifen angeboten. In einigen Segmenten sei Maxxis sogar Weltmarktführer, so Rohmann.

Interessantes hatte auch Landrat Torsten Wendt zu berichten, der als Gastredner eingeladen worden war. Schwerpunkt seines Vortrags war der Breitband Ausbau, mit dem der Kreis Steinburg quasi eine Vorreiterrolle einnehme. Mit Wiedenborstel verfüge nun sogar die zweitkleinsten Gemeinde Deutschlands über das schnellste Internet mit Glasfasertechnologie, „das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“. Inzwischen seien einige Gemeinden des ersten Projektgebiets angeschlossen, die Ausschreibung für das zweite Gebiet wurde auf den Weg gebracht. „Viele andere Kreise beneiden uns darum und haben ernsthafte Probleme eine flächendeckende Versorgung hinzubekommen“, so Wendt.

Das schnelle Internet sei auch eine wichtige Voraussetzung, den ländlichen Raum zu entwickeln, sagte der Landrat, der damit nahtlos zu seinem zweiten Schwerpunkt überleitete: der Metropolregion Hamburg (MRH). Viele wüssten nicht, was Steinburg von der MRH hätte, aber die Zukunftsaussichten seien gar nicht schlecht. Drei Szenarien seien entwickelt worden, wobei Wendt es für wahrscheinlich hält, dass künftig eher das Umland profitiere. „Es ist jetzt schon zu beobachten, dass sich Unternehmen aus Hamburg herausbewegen“, so Torsten Wendt. Da könne Steinburg massiv profitieren. Bisher sei oft in Horst Schluss, aber auch dort seien die Grundstückspreise gestiegen. Das war vor fast 20 Jahren bereits für Maxxis-Geschäftsführer Michael Reese der Grund für den Standort Dägeling.

Sorge macht dem Landrat und den Unternehmern gleichermaßen die Verkehrsinfrastruktur. Dabei gehe es gar nicht mal um den Bau der A20. „Dort muss man ja erstmal hinkommen. Darum müssen wir uns auch das nachgeordnete Straßennetz angucken.“ Das Fazit beim Blick auf den Straßenzustand fiel für Wendt eindeutig aus: „Wir brauchen gute Reifen.“

 

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