Steinbeis steigert erneut Produktion

Präsentierten Neuigkeiten (von links): Dr. Michael Hunold, Jörg Behrens und Ulrich Feuersinger.
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Präsentierten Neuigkeiten (von links): Dr. Michael Hunold, Jörg Behrens und Ulrich Feuersinger.

Geschäftsführer und Betriebsratsvorsitzender berichten über Neuigkeiten aus dem Unternehmen

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28. Januar 2015, 15:50 Uhr

„Wir wollen weiter wachsen. Wir wollen in diesem Jahr die Grenze von 300 000 Tonnen überschreiten.“ Dies sagte Ulrich Feuersinger, Geschäftsführer von Steinbeis, vor ehemaligen Mitarbeitern zur Papierproduktion. Im vergangenen Jahr wurden 294 000 Tonnen Papier hergestellt. „Das waren acht Prozent mehr als im Jahr davor. Eine respektable Leistung.“

Für Ulrich Feuersinger war es die erste Rede, die er beim Grünkohlessen für ehemalige Mitarbeiter hielt. Traditionell werden auf dieser Veranstaltung Neuigkeiten des Unternehmens verkündet. Neu ist auch, dass das ökologische Papier nicht nur europaweit, sondern weltweit verkauft werden soll. Kontakte in die zu Amerika würden schon bestehen, so Feuersinger.

Dr. Michael Hunold, ebenfalls Steinbeis-Geschäftsführer, hob den Umbau der Papiermaschine 6 mit einer gesteigerten Geschwindigkeit von 20 Prozent hervor. „Die Maschine läuft regelmäßig mit 90 Kilometern pro Stunde.“ Die Produktionsleistung auf dieser Maschine konnte auf 130 000 Tonnen Magazinpapier gesteigert werden. Zusätzlich wurde der Energieverbrauch gesenkt.

Im gesamten Unternehmen wurde und wird an dem Thema Energie gearbeitet. „Wir verbrauchen heute ein Viertel weniger Energie – gerechnet über Strom, Gas und Dampf für die Herstellung von Papier – als noch im Jahr 2000 und bewegen uns im Vergleich der Papierindustrie damit ganz weit vorn.“

Wichtig sind Hunold besonders die Mitarbeiter. „Sie haben einen hohen Stellenwert. Um die Arbeitssicherheit im Betrieb zu verbessern, wurde im vergangenen Jahr ein neues Projekt mit dem Namen ,Sicher Steinbeis‘ gestartet.“ Zudem gebe es jetzt einen Fitness-Raum, in dem Mitarbeiter unter professioneller Anleitung Übungen, insbesondere für den Rücken, absolvieren.

Betriebsratsvorsitzender Jörg Behrens sprach unter anderem davon, dass der Gesundheitsschutz eine große Bedeutung hat, genauso die Gestaltung der Arbeitsplätze und des Arbeitsumfeldes. Arbeitsunfälle gebe es kaum. „Es muss unser aller Ziel sein, dass die Menschen gesund in den Ruhestand gehen.“ Dafür werde der Betriebsrat alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Jörg Behrens ging auch auf die Frage ein, warum so viele Menschen dem Unternehmen die Treue gehalten haben. „Man bleibt treu, wenn man motiviert ist, wenn man sich entwickeln kann, wenn ein gutes Betriebsklima herrscht.“ Einen ehemaligen Mitarbeiter hob er besonders hervor: Karl-Heinz Becker, heute noch Ehrenmitglied der Werksfeuerwehr. Karl-Heinz Becker (87) ist seit 25 Jahren im Ruhestand und seither regelmäßig Gast beim Grünkohlessen. Angefangen hat der Glückstädter 1946 als Elektro-Lehrling, zum Schluss arbeitete er als Programmierer. „Es waren 44 wunderschöne Jahre“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Von so einem Arbeitsumfeld könnten „viele nur träumen“, schwärmte er.

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