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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 07:37 Uhr

Glückstadt : Steinbeis startet gut ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Geschäftsführer Ulrich Feuersinger und Michael Hunold sprechen vor rund 100 Gästen im Tivoli über die Zukunft des Unternehmens

298 000 Tonnen Papier wurden 2015 hergestellt – fünf Tonnen mehr als im Vorjahr. Doch Ziel waren 305 000 Tonnen – aus technischen Gründen wurden sie jedoch nicht erreicht. Darüber und über die Zukunft des Papier-Unternehmens Steinbeis sprachen die Geschäftsführer Ulrich Feuersinger und Michael Hunold vor rund 100 Gästen im Tivoli. Diese Veranstaltung – Mitarbeiter im Ruhestand über Firmen-Neuigkeiten zu informieren – hat eine lange Tradition.

Das Glückstädter Unternehmen stehe aber im Vergleich zu Mitbewerbern gut da, erklärte Feuersinger. Gut gestartet sei auch das neue Jahr. Die Werbekampagne für die Büropapiere „Paper 4.0“ mache sich schon jetzt positiv bemerkbar. Zudem werde wieder Schulschreibpapier ins Sortiment aufgenommen. Ziel: „Die Absätze zu steigern.“

Über die immer größeren Anforderungen auf dem Markt sprach Michael Hunold. Die Druckmaschinen würden immer größer , deshalb müssten die Papierrollen angepasst und breiter hergestellt werden. So verarbeiten die Offset-Druckmaschinen der neuesten Generation Rollenbreiten von 2,86 Meter. „Eine solche Rolle sieht gigantisch aus und wiegt rund vier Tonnen, also so viel wie drei Kleinwagen“, erklärte Michael Hunold. Dafür mussten neue Rollenschneider und eine Großrollensäge für mehrere Millionen Euro angeschafft werden. „Investitionen sind Schmierstoff“, sagte er. Denn Schmierstoffe würden dafür sorgen, dass Maschinen reibungsarm, effektiv und lange liefen. „Und das soll auch für das ganze Unternehmen gelten und dazu sind Investitionen in neue Anlagen und Techniken notwendig.“

Auch schmalere Papierrollen liefert Steinbeis. „Um gleichzeitig schmale und breite Rollen auf unterschiedlichen Hülsen zu produzieren, wurde ein neues Aggregat für den Bereich der Magazinpapiere und damit der Papiermaschine 6 benötigt.“ Steinbeis kaufte eine gebrauchte Anlage aus einer anderen Papierfabrik und rüstete diese technisch komplett neu auf. „Baubeginn war im März vergangenen Jahres, und schon im Dezember wurden die ersten Rollen an Kunden ausgeliefert“, erklärte Hunold. Aufgestellt wurde auch eine Großrollensäge, die Rollen auf eine neue Breite sägt. Beide Projekte seien nicht beendet. „Wir wissen, dass es bei solch großen Investitionen noch einige Monate dauert, bis die Abläufe und Prozesse optimiert sind.“ Auch das Thema Energie sprach Hunold an. Die Ausgaben dafür sind nach dem Kauf von Altpapier der zweitgrößte Kostenblock innerhalb der variablen Aufwendungen. Deshalb müsste weiter daran gearbeitet werden, Energie effektiv zu nutzen. „Das ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit.“ Eine interne Studie hat ergeben: Würde das eigene Kraftwerk ausfallen, könnte sich die Papierfabrik auch aus dem Netz versorgen. Dies werde aber so teuer, dass dann eher eine Papiermaschine abgestellt werde. Dies hätte er sich vor einigen Jahren gar nicht denken können, so Hunold. Insgesamt bilanzierte er: „Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft unseres Unternehmens.“

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