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Papierfabrik : Steinbeis: Neue Chefs übernehmen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jochen Schulte-Mattler und Dr. Michael Hunold sind die neuen Geschäftsführer von Steinbeis in Glückstadt.

„Ich kann meinen Freunden schon erklären, wie Papier hergestellt wird“, sagt Jochen Schulte-Mattler. Der 47-Jährige ist jetzt neben Dr. Michael Hunold (48) neuer Geschäftsführer von Steinbeis. Während der gebürtige Münsteraner für den kaufmännischen Teil zuständig ist, kümmert sich Dr. Hunold um alles Technische im Unternehmen. Beide lösen Michael Söffge (48) ab, der jetzt an der Konzernspitze tätig ist und deshalb nach München umziehen wird. Trotzdem ist der 48-Jährige nach wie vor regelmäßig vor Ort in Glückstadt.

Die Drei sind im gleichen Alter und haben das selbe Ziel: das Unternehmen noch weiter voranzubringen. Während Dr. Hunold schon seit vielen Jahren bei Steinbeis tätig ist, ist für Jochen Schulte-Mattler die Papierbranche neu. Deshalb freut er sich auch, dass er in so kurzer Zeit schon so viele Kenntnisse in dem Bereich erworben hat.

Aufgewachsen in Münster, studierte Jochen Schulte-Mattler dort Betriebswirtschaft und fing nach der Bundeswehrzeit bei Unilever an. Es folgten bei diesem Unternehmen Stationen in Mannheim, London und Buxtehude. Dann wechselte er zu Beiersdorf, hier war er sechs Jahre im Einkauf tätig. Der neue Steinbeis-Geschäftsführer wohnt mit seiner Frau und der vierjährigen Tochter in Hamburg.

Die Chance in Glückstadt bei Steinbeis zu arbeiten, sieht der 47-Jährige als Herausforderung. Das Aufgabenfeld sei „breit angelegt und produktionsnah“. Vor allem: „Es passt in vielerlei Hinsicht.“ Die Möglichkeiten und Aufgaben seien toll und vielfältig. „Ich möchte sie weiterentwickeln und einbringen, was ich im Konzern vorher gelernt habe.“ Sein Ziel: „Steinbeis erfolgreich auf dem Markt positionieren.“ Er weiß, dass die Papierherstellung sehr komplex ist, deshalb arbeitet er sich noch weiter in die Materie ein.

Jochen Schulte-Mattler spricht von einer sehr netten Firmenkultur und von einer hohen Loyalität der Mitarbeiter. Und: „Hier sind die Türen immer offen.“ Er möchte die Zeit jetzt auch nutzen, um Vertrauen bei seinen Mitarbeitern aufzubauen. Dafür ist ihm das persönliche Gespräch wichtig.

Dr. Michael Hunold kommt ursprünglich aus Düsseldorf, wo er auch sein Abitur machte. Nach seiner Bundeswehrzeit in Hamburg ging er 1986 nach Dortmund, um Maschinenbau zu studieren. Nach dem Grundstudium wechselte er nach Darmstadt, um an der Technischen Universität Papier-Ingenieur zu studieren. „Mein Vater hat auch in einer Papierfabrik gearbeitet“, erklärt er die Nähe zu dem Beruf. In Darmstadt promovierte er auch. Das Thema erklärt er in Kurzform: „Wie oft kann ich Altpapier recyceln und bekomme trotzdem ein gutes Produktionsergebnis?“ Ein Thema, das für Steinbeis immer noch hochaktuell ist, weil im Unternehmen aus Altpapier neues Papier bereitet wird. „Eine Faser hat sehr viele Leben.“ Mit Ausnahmen, denn das gelte nicht für gebrauchte Papiertaschentücher. „Sie gehören in den Müll.“

Dr. Hunold kam mit seiner Familie, zu ihr gehört ein Sohn (17) und eine Tochter (19), 1997 nach Glückstadt zu Steinbeis. „Ich habe mich hier immer wohl gefüllt“, sagt der gebürtige Westfale. „Vom Norden war ich positiv überrascht.“ Die Familie sei damals von den Nachbarn gleich sehr herzlich empfangen worden. „Inzwischen bin ich hier tief verwurzelt.“

In den Jahren danach lernte er verschieden Abteilungen in der Papierfabrik kennen. „Ich bin viel im Werk“, erklärt er zu seiner jetzigen Tätigkeit. Unter anderem ist er zuständig für Produktion, Technik, Forschung und Entwicklung sowie Versuche mit Altpapier. Und ganz wichtig sei das Thema Energie. Gut findet der 48-Jährige, dass auf dem Gelände an der Stadtstraße alles so nahe beieinander ist.

Michael Söffge wird Anfang kommenden Jahres Geschäftsführer der Steinbeis Holding. Bis März 2014 führt er die Geschäfte gemeinsam mit Franz Winterer – er war vor Söffge von 1996 bis 2007 Geschäftsführer in Glückstadt. Franz Winterer geht im April 2014 in den Ruhestand und wechselt in den Aufsichtsrat der Holding. Dann ist Michael Söffge alleiniger Geschäftsführer. Der Sitz der Holding wird zudem von Rosenheim nach München verlegt.

Michael Söffge trug in den vergangenen Jahren die Verantwortung allein, unter seiner Führung wurden hunderte von Millionen Euro investiert. Er selbst hält eine Doppelspitze in der Geschäftsführung für sinnvoll. „Es hat früher immer zwei Geschäftsführer gegeben.“ Die Aufgaben seien komplexer geworden und es gebe neue Herausforderungen in der Zukunft.

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erstellt am 19.Okt.2013 | 15:30 Uhr

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