Wirtschaft in Glückstadt : Steinbeis im Aufwind

Alle Papiersorten von Steinbeis werden aus 100 Prozent Altpapier hergestellt.
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Alle Papiersorten von Steinbeis werden aus 100 Prozent Altpapier hergestellt.

Nach einem schwierigen Jahr 2017 sind die Geschäftsführer mit dem bisherigen Ergebnis in 2018 zufrieden

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28. Juli 2018, 08:00 Uhr

Auf ein schlechtes Jahr folgt ein gutes: Steinbeis wird in 2018 weit aus mehr Papier produzieren als im vergangenen Jahr. Und auch mehr als in den Jahren zuvor. Die Steinbeis-Geschäftsführer Ulrich Feuersinger und Volker Gehr rechnen in diesem Jahr mit 305 000 Tonnen Papier. Im vergangenen Jahr waren es 1500 Tonnen weniger.

„Entscheidend ist aber, dass sich die Märkte verbessert haben“, erklärt Feuersinger. „Es läuft sehr gut.“ Dass es Steinbeis jetzt wieder gut geht nach dem Einbruch im vergangenen Jahr, verdankt das Unternehmen mehreren Faktoren. Es gibt eine hohe Nachfrage nach Papier – hergestellt aus Altpapier. Auf der anderen Seite haben andere Papierfabriken in Deutschland und Österreich ihre Produktion ein- oder umgestellt auf andere Produkte wie beispielsweise Verpackungspapier. Zudem hat Steinbeis neue Kunden im Bereich Kopierpapier gewonnen. Als ein Beispiel für den Verkauf spricht Feuersinger vom englischen Markt, dort wird mehr Kopierpapier aus Glückstadt verkauft. Abzuwarten sei, was nach dem Brexit ist, räumt er ein.

Und geringer geworden ist der Preis pro Tonne für Altpapier, der Grundlage für das neue Papier aus dem Hause Steinbeis. Kostet die Tonne in 2017 noch im Durchschnitt 190 Euro, so sind es in diesem Jahr rund zehn Prozent weniger. „Wir verarbeiten 350 000 Tonnen Altpapier im Jahr“, erklärt der Geschäftsführer die Dimension.

Ulrich Feuersinger und Volker Gehr sehen optimistisch in die Zukunft. „Es soll wieder mehr investiert werden“, erklärt Feuersinger. Unter anderem soll die Papiermaschine 4 „schneller gemacht werden“. Auch ist geplant, eine Lagerhalle für Kopierpapiere zu bauen. Die Frage sei nur, wie groß.

Und der Altpapierplatz soll erweitert werden. Dafür sei es notwendig, dass der Bebauungsplan, der gemeinsam mit der Stadt Glückstadt erstellt wird, im August rechtsgültig wird. Volker Gehr: „Unser Ziel ist es, den Bauantrag noch im Spätsommer einzureichen.“

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