Wirtschaft : Steinbeis: Guter Start ins neue Jahr

Sprachen über Neuigkeiten aus dem Unternehmen: (v. l.) Volker Gehr, Jörg Behrens und Ulrich Feuersinger.
Foto:
Sprachen über Neuigkeiten aus dem Unternehmen: (v. l.) Volker Gehr, Jörg Behrens und Ulrich Feuersinger.

Glückstädter Papierfabrik hat schwierige Monate hinter sich. Betriebsratsvorsitzender will „um jeden Kollegen kämpfen“.

von
08. Februar 2018, 05:44 Uhr

Das vergangene Jahr war schwierig, das neue startete gut. In die Papierfabrik Steinbeis wird investiert und die Mitarbeiter dürfen mitreden. Erarbeitet wurde „Wir bei Steinbeis“ von 90 Mitarbeitern. Es sind Grundsätze für Führungs- und Zusammenarbeit im Unternehmen. Das alles sind Themen, die auf dem Treffen ehemaliger Mitarbeiter zur Sprache kamen. Auf diesem Abend wird traditionell das neuste aus dem Unternehmen berichtet. Es sprachen die Geschäftsführer Ulrich Feuersinger und Volker Gehr sowie Betriebsratsvorsitzender Jörg Behrens.

Im vergangenen Jahr wurden rund 300 000 Tonnen Papier hergestellt. Bis Oktober war es ein schwieriges Jahr im Verkauf, dann entwickelte sich der Markt positiv. „Trotzdem reichte es nicht, um ein positives Ergebnis zu erzielen“, sagte Feuersinger. Ein weiterer Grund: der Rohstoff Altpapier wurde erheblich teurer.

Ziel ist es für dieses Jahr, die Produktion und die Technik zu steigern. „Entscheidend wird der Zusammenhalt im Unternehmen sein“, sagte er . „Für 2018 haben wir deutlich bessere Rahmenbedingungen: eine hohe Auslastung und die Maschinen laufen stabil.“ Der Start sei gut gewesen. Er hoffe, dass 2017 nur ein „Ausrutscher“ war.

Als Neuerungen sprach Feuersinger unter anderem davon, den Ausschuss von Papier zu reduzieren, die Instandhaltung der Maschinen vorausschauend zu verbessern, neue Sortimente im Bereich des Altpapiers umzusetzen und neue Vertriebswege zu erschließen. Zu all dem sollen Kosten eingespart werden. Er betonte aber auch: „Wir wissen, dass wir alleine mit diesen Maßnahmenprogrammen die Probleme nicht lösen können.“ Es gehe um den Zusammenhalt im Unternehmen. „Führung und Verlässlichkeit sind in schwierigen Zeiten einfach wichtig.“

Auch Geschäftsführer Volker Gehr zeigte sich zuversichtlich. Er ging auf Investitionen bei der Altpapiersortieranlage und an den Papiermaschinen ein. Probleme bei der Herstellung gab es, weil Klebstoffe in Altpapieren waren. Gehr: „Diese Verunreinigungen führten zu Produktionsverlusten.“ Zudem soll künftig die Leistung an der Papiermaschine vier gesteigert werden.

Der Betriebsratsvorsitzende Jörg Behrens kritisierte, dass die Altpapiervorsortierungsanlage an einen externen Dienstleister vergeben werden soll. Er sei dagegen, die Aufgabe wegzugeben. „Wir werden um jeden Kollegen kämpfen“, sagt Behrens. Auch sprach er davon, dass dem Steinbeis-Betriebsrat die Tarifzugehörigkeit der Mitarbeiter „heilig“ ist. Zudem wies er auf die Betriebswahlen hin, die am 7. und 9. März, stattfänden.

Und eines wurde noch bekanntgegeben: Da das „Tivoli“ am 31. März schließt, wird das nächste Treffen der Senioren 2019 in der Steinbeis-Kantine stattfinden.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen