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Wirtschaft : Steinbeis: B-Plan muss neu ausgelegt werden

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

EU-Widerspruch sorgt für Verzögerung beim Ausbau des Papierlagers

von
erstellt am 07.Jun.2016 | 11:45 Uhr

Die Papierfabrik Steinbeis und die Stadt Glückstadt wollen auf der sicheren Seite sein. Deshalb wird der Bebauungsplan „Glückstadt-Süd – Sondergebiet Hafen und Industriegebiet“ noch einmal ausgelegt. Denn die bisherige Auslegung widerspricht den EU-Richtlinien, erklärt Lüder Busch vom Bauamt. An dem B-Plan wird bereits seit über sieben Jahren gearbeitet. Es ist die vierte Auslegung.

Es ist das größte Gebiet, das die Stadt seit Jahren überplant. Es geht um 70 Hektar Fläche – ein großes Gebiet westlich der Stadtstraße zwischen dem Binnenhafen im Norden und der Straße Im Neuland im Süden. Mittendrin: Die Papierfabrik der Firma Steinbeis von der ein Großteil den Besitzern der Papierfabrik Steinbeis gehört.

Auch Geschäftsführer Michael Hunold weiß wie die Verantwortlichen der Stadt um die Brisanz. Denn gibt es keine Rechtssicherheit, könnte gegen den bereits abgesegneten B-Plan geklagt werden. Denkbar ist, dass Anlieger klagen. „Wir sind in diesem Punkt alle sehr sensibel“, sagt Hunold.

Doch für die Papierfabrik ist die Verzögerung ein Rückschlag. Denn in diesem Jahr sollte eigentlich bereits der neue Platz für Altpapier hergestellt sein – Kosten rund eine Million Euro. „Wir warten auf die Erweiterung“, sagt Hunold. Der jetzige Platz wurde 2005 auf dem Fabrikgelände gebaut, doch das Areal ist zu klein. Da das Unternehmen Papier aus Altpapier herstellt, muss der Rohstoff angeliefert und gelagert werden. Und weil sich die Produktion der Sorten verändert hat, muss immer ein gewisser Vorrat gelagert werden. Denn die Firma ist auch vom Verbraucher abhängig. „Wenn im Urlaub weniger gelesen wird, kommen bei Steinbeis weniger an.“ Also muss es eine Vorratshaltung geben. Doch zufrieden ist Michael Hunold auf der anderen Seite, weil nach Bekanntwerden des Verfahrensfehlers die Juristen schnell gearbeitet haben und der neue B-Plan jetzt am Mittwoch im Bauausschuss besprochen werden kann. Er muss von den Politikern neu abgesegnet, um dann neu ausgelegt zu werden. Hunold rechnet damit, dass der B-Plan dann im September wieder auf die Tagesordnung der Stadtgremien stehen wird. „Vielleicht können wir dann noch anfangen zu bauen.“

In der vierten Auslegung des B–Planes sind bereits Anregungen und Bedenken von Behörden eingearbeitet. Im Prinzip geht es nur um die EU-Richtlinie, die in der neuen Version redaktionell überarbeitet wurde. Das Bauleitplanverfahren wird von der Stadt Glückstadt und Steinbeis finanziert, wobei das Unternehmen den Hauptteil trägt. Die Stadt trägt nur die Kosten für die Bereiche, die nicht relevant für Steinbeis sind. Hierüber wurde ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen.

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