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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 11:57 Uhr

Steigende Ausgaben für Asylbewerber

vom

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Marne/Brunsbüttel | Die Zahl der Asylbewerber wächst stetig - auch in Marne. Bisher wurden der Stadt jährlich durchschnittlich sechs Antragsteller zugewiesen. Bis 1. April hatte sich in diesem Jahr die Zahl der vom Kreis zugewiesenen Menschen auf zwölf erhöht. Damit muss Marne höhere Kosten tragen.

"Die Anträge bearbeitet für uns die Stadt Brunsbüttel, die dafür bisher eine Pauschale in Höhe von 500 Euro pro Fall pro Jahr erhalten hat", erläuterte Amtsvorsteher Dirk Lau (CDU) im Amtsausschuss. Ab 1. Juni muss die Stadt wegen eines gestiegenen Arbeitsaufwands 1400 Euro pro Fall überweisen.

Hintergrund: Seit Jahren hatte ein Mitarbeiter des Kreises die Tätigkeit im Außendienst wahrgenommen, um Wohnungsangebote einzuholen und mit den Bewerbern die Wohnungen besichtigt. Mietverträge müssen unterschrieben, Mobiliar besorgt und Umzüge organisiert werden. "Doch die Leistungen des Kreises haben in den vergangenen Jahren immer weiter abgenommen, so dass ein Mitarbeiter aus Brunsbüttel diese Tätigkeiten mit übernehmen muss", bedauerte Lau. Des Weiteren wurde die Gemeinschaftsunterkunft in Heide zum 30. April geschlossen. Dies hat zur Folge, dass für die Asylbewerber keine Zwischenlösung in der Unterkunft mehr zur Verfügung steht, sondern passende Wohnungen sofort gefunden werden müssen. Die Stadt Brunsbüttel, die vertraglich diese Aufgaben für das Amt Marne-Nordsee übernommen hat, benötigt derzeit für die Sachbearbeitung 1,5 Stellen. Aktuell werden 52 Fälle für die Bereiche der Stadt Brunsbüttel, des Amtes Burg-St. Michaelisdonn und des Amtes Marne-Nordsee bearbeitet. "Wenn wir als Amt diese Aufgabe übernehmen sollten, dann müssten wir eine Halbtagskraft einstellen", so Verwaltungsleiter Volker Miller.

"Wir sind flexibler, wenn wir den Mehrbetrag an Brunsbüttel bezahlen. Wenn erst mal eine neue Arbeitsstelle geschaffen ist, dann sind wir hier an Verträge gebunden", entgegnete Reimer Söhl (KWV). Diesem Einwand stimmten die Amtsvertreter zu.

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