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Wir für Itzehoe : Stefan Wolter übernimmt den Vorsitz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Helmut Seifert stand nach sechs Jahren an der Spitze von Wir für Itzehoe nicht wieder zur Wahl. Stefan Wolter sagt, er stehe nun für ein Relaunch des Vereins.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2017 | 05:00 Uhr

„Irgendwann gibt es kein Zurück mehr“, sagt Stefan Wolter. „Wenn man etwas verändern will, muss man selbst mitmischen.“ Am Mittwochabend wurde der 56-Jährige in der Jahresversammlung von Wir für Itzehoe ohne Gegenstimme zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Er löst Helmut Seifert ab, der das Amt seit 2011 innehatte.

Er stehe für einen Relaunch, also eine Neugestaltung des Vereins, sagt Wolter. Da er aus der Unterhaltungsbranche komme, habe er in vielen Dingen einen anderen Ansatz. „Zuerst wird das bei einigen vielleicht für einen Kulturschock sorgen“, vermutet er – ist sich aber gleichzeitig sicher, mit neuen Ideen, die er mit den Händlern entwickeln will, für Erfolgserlebnisse sorgen zu können. „Wir haben hier ein Kleinod an Geschäften mit speziellen Angeboten. Es lohnt sich, in Itzehoe auf Entdeckungsreise zu gehen.“ Das wolle er nun verstärkt in den Fokus rücken, die „Freundlichkeit und Fachkompetenz der Händler“ bewerben und so die Identität des Vereins neu aufarbeiten.

Der 56-Jährige ist kein Unbekannter in der Region: In Itzehoe geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen, machte sich Wolter seit Ende der 1970er Jahre vor allem unter dem Namen „Stefan Wahnsinn“ als Discjockey und Entertainer in Festzelten und Großdiskotheken einen Namen. Er hat als Musikproduzent gearbeitet, ist für das Warm-Up bei diversen Fernsehproduktionen verantwortlich und regelmäßig als Moderator unterwegs – unter anderem bei den Glückstädter Matjeswochen oder der Itzehoer Woche. „Ich habe bereits eine Beziehung zu Itzehoe. Wenn ich auf jemanden zugehe, brauche ich keinen Türöffner mehr.“ Das habe sich bereits gezeigt, seitdem er als Subunternehmer für das Stadtmanagement tätig ist – das im Übrigen gemeinsam von der Stadt und Wir für Itzehoe getragen wird.

Aus diesen Gründen hätten Sven Haltermann, 2. Vorsitzender bei Wir für Itzehoe, und Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula bereits im vergangenen Dezember unabhängig voneinander bei ihm nachgefragt, ob er sich vorstellen könnte, den Vorsitz zu übernehmen. „Die Idee war es, jemanden zu finden, der Itzehoer und selbstständig ist, aber auch über den Tellerrand hinaus tätig und so einen anderen Blickwinkel auf die Stadt hat“, sagt Wolter. „Ansonsten ist die Gefahr groß, dass sich Dinge einschleifen.“ Wenn die eigene Neugier noch groß sei, könne man andere besser überzeugen mitzumachen. „Das geht mit einem strahlenden Lächeln besser.“

Helmut Seifert blickte in seiner letzten Ansprache auf die Erfolge seiner Amtszeit zurück – wie Itzehoer Woche, Krimi Nordica, Itzehoer Gutschein oder die neue Weihnachtsbeleuchtung. „Aber es gibt noch viele offene Aufgaben“, so Seifert, „und reichlich Möglichkeiten zur Gestaltung und Verbesserung.“ Seinem Nachfolger wünschte er für die neue Aufgabe Erfolg – und ermutigte ihn, sich auch von Rückschlägen und gelegentlichem Gegenwind nicht aufhalten zu lassen.


> Unternehmerfrühstück: Jeder erste Dienstag im Monat, 7.30 bis 9 Uhr, Café Schwarz, Breitenburger Straße 14. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, auch Nicht-Mitglieder sind willkommen.

www.wirfueritzehoe.de

 

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