Feste : Stau auf der Schulparty

Party, Feiern, Fröhlichsein: Bis zum Hallenende sah man vom DJ-Pult aus nur Köpfe der Abiturienten von 18 Gymnasien. Fotos: Hinz
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Party, Feiern, Fröhlichsein: Bis zum Hallenende sah man vom DJ-Pult aus nur Köpfe der Abiturienten von 18 Gymnasien. Fotos: Hinz

2000 Jugendliche feierten die größte Abi-Fete Norddeutschlands

shz.de von
19. Januar 2015, 05:00 Uhr

Kurz vor den Prüfungen ließen sie es noch einmal ordentlich krachen: Mehr als 2000 angehende Abiturienten von 18 Gymnasien aus den Kreisen Steinburg und Pinneberg feierten am Wochenende unter dem Motto: „Project Abi“. In der Elbmarschenhalle „El Maha“ in Horst wurde dies zur „Größten Abi-Party Norddeutschlands“.

In der riesigen Halle sorgte das musikalische Programm für gute Stimmung. Die Beschallung hatte die Künstlertruppe Beat of Fame übernommen. Auf zwei Tanzflächen wurde zu unterschiedlichen Stilen Party gemacht. DJ D-Taac (Daniel Kirlien), der das musikalische Geschehen in der Main Hall bei House und Elektro Beats mit Leo Wiedmann gestaltete, sagte: „Das ist das Größte, mit 2000 Leuten zu feiern. Und sie gehen gut mit.“ Sprach’s und riss wieder die Arme hoch, genau wie die Menge vor ihm, die es ihm gleich tat.

Organisator Igor Bozic vom beruflichen Gymnasium in Elmshorn, der die Komitees der Gymnasien koordinierte, stand ebenso auf der Bühne. Er beglückte mit Maximilian Schaefer die im bunt zuckenden Licht vor ihm Tanzenden mit der Verteilung von 200 „Mega-Knicks“, leuchtenden Röhrenlichtern aus Soft-Kunststoff. Mit der Veranstaltung war er zufrieden. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist es für uns super gelaufen“, sagte er. „Die Shuttle-Busse haben alle abgeholt und bringen sie später auch wieder nach Hause.“

Durch einen Schwarzlichttunnel ging es in die benachbarte zweite Halle, die schallgeschützt lag. Hier legten die DJs auf einer Treppe eine Ebene höher Black Music auf – mit bestem Überblick über die Feiernden. DJ Philly, der mit MC Big Boy Timmy an den Plattentellern stand, sagte: „Wir haben hier alles im Blick. Die Leute sind gut drauf und glücklich über eine Party, die sie selber veranstalten konnten.“

Bei dem Mega-Event hieß es vor der Party allerdings für die Ankommenden erst einmal Schlangestehen – und da es nur einen engen Eingang gab, teilweise bis zu über einer Stunde bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Gegen Mitternacht, als viele hinein strömen wollten, gab es zeitweise Rangeleien, in deren Folge einige vorwiegend weibliche Gäste zu Boden gerissen wurden und von Sanitätern versorgt werden mussten. Das sorgte für Unmut, vor allem in den sozialen Netzwerken.

Trotzdem feierten die Gäste ausgelassen, so auch Anna Otte, Stine Keck und Virve Fischer vom Dethlefsengymnasium aus Glückstadt. „Wir waren rechtzeitig hier und haben von dem Stau vor der Tür nichts mitbekommen“, sagte Anna. „Die Schüler der anderen Schulen sind echt nett.“

Anders Malte Böse, Jan-Hendrik Bolten und Mark Diehl vom Sportprofil des Itzehoer Sophie-Scholl-Gymnasiums. „Wir mussten eine Stunde warten, bis wir drin waren“, so Malte. „Außer am Eingang ist es hier aber genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.“

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