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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 16:34 Uhr

Startschuss im Sanierungsgebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Arbeiten in der Kasernenstraße beginnen nächste Woche / Nachbarschaftsplätze sorgen für Orte der Begegnung

von
erstellt am 10.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Am Montag rücken die Bauarbeiter an: Die Arbeiten im Sanierungsgebiet „Östlich der Hindenburgstraße“ beginnen. Der Startschuss fällt in der Kasernenstraße. Zuerst erledigt die Firma Krebs Tief- und Straßenbau die Kanalarbeiten – der Regenwasserkanal wird erneuert. „Der Kanalbau geht dann über in Pflasterarbeiten“, erklärt Susanne Pensky aus der Tiefbauabteilung der Stadt. Das bestehende Granit-Großsteinpflaster werde herausgenommen und neu verlegt. Dabei wird auch die Fahrbahn etwas verschmälert, um Platz für einen Stellstreifen für Autos zu gewinnen. Beidseitig schließt sich an die Häuser ein Fußweg aus rotem Klinker an. „In den Zufahrten wird neues Klinkerpflaster hochkant verlegt“, erklärt Susanne Pensky.

Um eine leichtere Begehbarkeit zu erreichen, werden die Bereiche niveaugleich gebaut, es gibt also keine hohen Bordsteinkanten mehr. In Kreuzungsbreichen sollen zudem ebene, rollatorfreundliche Überquerungen entstehen.

Im Zuge der Tiefbauarbeiten werden auch Breitbandkabel sowie neue Beleuchtungskabel verlegt. „Es gibt im Zuge der Umgestaltung auch eine neue Beleuchtung“, erklärt die Projektbetreuerin. Bislang seien nur wenige Lampen vorhanden, das soll sich ändern.

Wegen der Arbeiten ist die Kasernenstraße ab Montag für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Anlieger haben jedoch jeweils „Zufahrt frei“ bis zur Baustelle.

Bis Mai sollen die Arbeiten in der Kasernenstraße abgeschlossen sein, dann gehe es „Zug um Zug“ weiter, so Pensky. Danach sei zunächst die Schützenstraße an der Reihe. Dort passiere das gleiche wie in der Kasernenstraße, zusätzlich werde jedoch die Gasleitung erneuert. Bis September sollen die Arbeiten in der Schützenstraße beendet sein, dann ist die Moltkestraße im Bereich zwischen Mühlen- und Kaiserstraße an der Reihe.

Doch nicht nur die Straßenbeläge ändern im Zuge der Sanierung, die mit Städtebaufördermitteln unterstützt wird, ihr Gesicht. Im gesamten Gebiet soll auch der Freizeitwert steigen. Deshalb werden insgesamt fünf so genannte „Nachbarschaftsplätze“ eingerichtet. Sie werden auf dem Parkstreifen am Ende der Straßen angelegt und mit Bänken, Tischen, Abfalleimern und Fahrradständern ausgestattet. So sollen Räume der Begegnung entstehen, wo sich die Nachbarn einfach mal treffen und klönen können.

An ausgewählten Punkten werden zudem Figuren aufgestellt, die an die kaiserliche Feldartillerie erinnern sollen.

„Das passiert aber erst zum Schluss, wenn alles soweit fertig ist“, erklärt Pensky. Und das wird aller Voraussicht nach Ende des Jahres sein. „Bis dahin soll alles durch sein – vorausgesetzt das Wetter spielt mit.“ Mit Komplikationen sei nach derzeitigem Stand jedoch nicht zu rechnen. „Wenn man im Boden gräbt, muss man mit allem rechnen, aber wir erwarten nicht, dass etwas Kompliziertes auftritt“, sagt die Projektbetreuerin. „Das wäre dann eine Überraschung.“

Viele Anwohner des Quartiers warteten bereits sehnsüchtig auf die Umgestaltung, weiß Susanne Pensky. „Ich habe schon öfter gehört: ‚Endlich geht es los‘.“ Und das Viertel werde ja auch eine echte Aufwertung erhalten: „Es wird alles sehr nett aussehen.“

Auch wenn die drei Straßen abgearbeitet sind, geht es mit der Sanierung jedoch noch weiter. „Es kommt noch ein bisschen was hinterher“, sagt Pensky. So sei werde unter anderem auch noch in der Sieversstraße gearbeitet.


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